FSV Werdohl will gegen Erlinghausen versöhnlichen Abschluss

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Als die FSV Werdohl (rechts Florian Neuke) sich Mitte August zum Saisonauftakt auf den weiten Weg nach Erlinghausen machte, ahnte nach dem torlosen Remis noch niemand, dass die FSV sich kurz vor Weihnachten im Abstiegskampf befinden würde.

Werdohl - Der Ausdruck „versöhnlicher Abschluss“ fällt oft, wenn das Jahr zuende geht und Sportler ihren vorerst letzten Auftritt hinlegen. Doch im Falle der FSV Werdohl, die am Sonntag (15 Uhr, Riesei-Stadion) RW Erlinghausen zu den letzten 90 Minuten der Fußball-Landesliga des Jahres 2014 empfangen, ist diese Wortwahl von Interimstrainer Carsten Minker mehr als angebracht.

Von Christian Müller

Denn „versöhnlich“ war aus Werdohler Sicht im bisherigen Saisonverlauf nicht allzu viel. Das solide Fundament der Mannschaft, die in der vergangenen Spielzeit unter Minkers Leitung auf Rang sechs abschloss und im Sommer vor allem in der Offensive vermeintlich sinnvoll ergänzt und verstärkt wurde, hatte über weite Strecken der Hinserie eher die Standfestigkeit eines Kartenhauses.

Und so ist es nicht verwunderlich, dass Minker in dieser Woche noch einmal intensive Einheiten durchführte und eindringliche Appelle an seine Schützlinge richtet, damit wenigstens der letzte Eindruck der FSV von 2014 ein positiver wird. „Es ist unglaublich wichtig, dass wir diesen versöhnlichen Abschluss finden“, bekräftigt der Sportliche Leiter.

Am vergangenen Sonntag hatte er 48 Stunden nach der Trennung von Ex-Trainer Marco Sadowski bei der 2:6-Klatsche gegen die SG Finnentrop/Bamenohl erstmals wieder auf der FSV-Bank Platz genommen und ähnliche Defizite wie sein Nachfolger und Vorgänger Sadowski ausgemacht.

„Wir müssen versuchen, diese individuellen Fehler zu minimieren, am besten ganz abzustellen“, betont Minker, der gegen Erlinghausen der Defensive eindeutig Priorität einräumt. „Ich habe den Jungs versucht zu vermitteln, dass dieser Grundgedanke wieder reinkommt“, so der 40-Jährige. Das Hinspiel war Mitte August bei der weitesten Fahrt in der Landesliga 2 torlos ausgegangen.

Zusätzlicher positiver Einfluss auf die Geschehnisse am Riesei kommt aus der Ferne kommen. Denn es ist bereits klar, dass der sieglose SV Hüsten sein Punktekonto vor der Winterpause nicht mehr aufstocken wird, weil das Team an diesem Wochenende spielfrei ist. Eine gute Gelegenheit aus Werdohler Sicht also, den Abstand auf die Abstiegsplätze vor Weihnachten noch einmal zu vergrößern.

Sein Debüt für die FSV wird Nachverpflichtung Musa Sesay erst 2015 feiern. Der Ex-Iserlohner ist nach seiner Leistenoperation auch für den Jahresausklang gegen den Heimatverein von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke noch kein Thema, ebenso wie Damiano Intravaia. Rejhan Zekovic hat in dieser Woche schmerzfrei trainiert, könnte ein Thema für die Reserve werden, genauso Robin Breitenbach, der zuletzt erkrankt fehlte.

FSV: Grete, Felbick – Bierkoch, Schröder, Maus, Sarris, Neuke, El Alami, Kaya, Breitenbach (?), Akdeniz, Sander, Benli, Mura, Kessler

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