FSV Werdohl vor Abstiegsgipfel in Hüsten außer Form

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Murat Kaya (rechts) hatte gegen Hohenlimburg für die FSV Werdohl die große Möglichkeit zum 2:2-Ausgleich. Letztlich hatte die Elf vom Riesei aber gegen einen spielstarken Gegner einmal mehr Tempo-Defizite.

Werdohl - Eines stand für Trainer Alen Terzic nach der 1:4-Schlappe der FSV Werdohl gegen den SV Hohenlimburg 10 außer Frage: Dass der Spieltag der Fußball-Landesliga am Pfingstmontag aus Werdohler Sicht mit der eigenen Niederlage und den gleichzeitigen Siegen des BSV Menden und des SV Hüsten nicht schlechter hätte laufen können.

„Das steht außer Frage, lässt sich nicht bestreiten“, räumte Terzic ein – und bemüht sich dennoch, weiter Optimismus auszustrahlen.

Der Trend bei den Riesei-Kickern ist verheerend. Der letzte Sieg datiert vom 29. März (2:1 in Bad Berleburg), seither setzte es sechs Pleiten aus sieben Spielen. Aus der Bedeutung des direkten Duells am kommenden Sonntag mit Hüsten, das mit dem 4:1-Erfolg in Meschede den Rückstand auf Werdohl am Pfingstmontag auf zwei Zähler verkürzte, macht Terzic folglich keinen Hehl. „Das ist ein besonderes Spiel“, unterstreicht der zum Saisonende scheidende Coach.

Hüsten indes scheint sich in der entscheidenden Phase der Saison zu stabilisieren. Zu Beginn der Winterpause stand die Elf von Trainer Torsten Garbe bereits mit einem Bein in der Bezirksliga. Doch die 1:10-Packung gegen den inzwischen feststehenden Meister SpVg Olpe erwies sich als heilsamer Schock. Seither sammelte Hüsten 13 Zähler aus sieben Punktspielen und ist wieder voll im Rennen um den Klassenerhalt. Gleiches gilt für die Mendener, die in der Liga zuletzt vier Mal in Serie ungeschlagen blieben und Borussia Dröschede im Halbfinale aus dem Iserlohner Kreispokal kegelten (4:0).

Trotz dieser gefährlichen Ausgangslage streicht Terzic das aus FSV-Sicht Positive heraus. „Mit einem guten Spiel und einem guten Ergebnis in Hüsten haben wir immer noch die Möglichkeit, die Situation zu unseren Gunsten zu verändern“, so der Iserlohner, der ergänzte: „Entscheidend ist, was man selbst beeinflussen kann.“

Gegen Hohenlimburg jedenfalls hatte seine Elf dem Tempo des spielstarken Gegners trotz guter Ansätze einmal mehr wenig entgegen zu setzen. „Diese Hochgeschwindigkeitsfußballer haben wir nun einmal nicht. Deswegen müssen wir anders spielen“, so Terzic.

Sein Hohenlimburger Gegenüber Roman Reichel, in der Hinrunde 2012/13 Assistent des damaligen FSV-Trainers Jörg Rokitte, sah einen verdienten Sieg seines Teams, das mit dem Kontrahenten aus seiner Sicht eher noch zu gnädig umging. „Du musst letztendlich ein, zwei Tore mehr machen“, sagte Reichel angesichts der fußballerischen Überlegenheit der Gäste. Seine Rückkehr zum Riesei genoss er unabhängig davon. „Es war schön, die Leute aus dem Verein wieder zu sehen. Ich habe die Zeit genutzt, mit einigen zu sprechen“, so Hohenlimburgs Coach, der in Balve wohnt.

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