FSV Werdohl gastiert in Hüsten zum Abstiegsgipfel

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Kosta Sarris (links) und die FSV Werdohl stehen beim Auswärtsspiel in Hüsten unter Druck: Mit einer Niederlage gegen den direkten Konkurrenten würde die FSV auf einen Abstiegsplatz abrutschen.

Werdohl - Vorentscheidend? Nein, so weit will Alen Terzic dann doch nicht gehen. Dass das direkte Duell im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga beim SV Hüsten am Sonntag (15 Uhr, Stadion Große Wiese) für die FSV Werdohl „schon einen wichtigen Charakter“ hat, kann und will aber auch der Iserlohner nicht leugnen.

Es steht im Hochsauerlandkreis nicht alles, aber doch eine ganze Menge auf dem Spiel für die FSV. Nach sechs Niederlagen aus den letzten sieben Spielen einer sieglosen Serie seit dem 29. März sind den Werdohlern nur noch zwei Zähler Vorsprung auf Hüsten geblieben – es waren mal zwölf. Mit einer Niederlage würden die Riesei-Kicker auf den Abstiegsplatz 14 abrutschen.

Die sonntäglichen Gastgeber befinden sich seit Wochen im Aufwind, sammelten seit der 0:10-Packung gegen die SpVg Olpe am 6. April 13 Punkte ein. Psychologischer Vorteil also für den Kontrahenten? Terzic beantwortet diese Frage mit einem klaren „Jein“: „Klar helfen gute Ergebnisse einer Mannschaft immer, Selbstvertrauen zu tanken. Aber am Sonntag wird es auf andere Merkmale ankommen. Es ist wichtig, dass wir bereit sind, diszipliniert und organisiert aufzutreten.“ Rein tabellarisch haben trotz aller wie auch immer gearteten Serien die Werdohler nach wie vor die Nase vorn. „Aber auch wenn uns ein Remis mehr weiterhilft als Hüsten, werden wir uns nicht auf reinen Ergebnisfußball einstellen“, erstickt der FSV-Coach jegliche Spekulationen um mögliche Taktierereien im Keim.

Bereits nach der 1:4-Schlappe gegen den SV Hohenlimburg am vergangenen Freitag hatte der 34-Jährige angekündigt, die Trainingswoche im Hinblick auf den Abstiegsgipfel etwas anders gestalten zu wollen. Und Terzic hielt Wort: Am Dienstag gab es zur Regeneration und zur Stärkung des Teamgeistes einen gemeinsamen Schwimmbadbesuch mit anschließendem Abendessen. Die Einheit am Donnerstag sowie das Abschlusstraining am Freitag fanden dann auf dem bekanntermaßen äußerst selten genutzten Rasenplatz am Riesei statt. „Um uns auf die Spielfläche vorzubereiten“, unterstreicht der Werdohler Trainer. Denn auch die Große Wiese ist – wie der Name vermuten lässt – ein Naturgrün und kein Kunstteppich.

Personell gibt es wieder einige Änderungen. Robert Bierkoch – gerade erst vom Auslandsaufenthalt in Norwegen zurück – fällt wegen eines grippalen Infektes aus, Bartos Mura für den Rest der Saison wegen Knieproblemen. Emre Aydin laboriert weiterhin an Leistenproblemen. Redouane El Alami hat sich in den Urlaub verabschiedet, aus dem Lukas Kessler zurückgekehrt ist.

FSV: Felbick – Benli, Maus, Kaya, Caliskan (?), Sarris, Breitenbach, Zejnullahu, Fischer, Sesay, Kessler, R. Zekovic, De Luca

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