FSV Werdohl verliert in Menden auch zweites MK-Derby

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Nichts zu verschenken: Die Werdohler Philip Fischer (links) und Marius Maus bearbeiten Mendens Volkan Bodur. Am Ende hatte das Team aus dem märkischen Nordkreis dennoch die Nase vorn.

Menden - Auch von einer der kürzesten Auswärtsfahrten in der Fußball-Landesliga 2 kehrte die FSV Werdohl am Sonntag ohne Punkte heim. Beim BSV Menden unterlag die Elf von Trainer Manuel Sander im von Werdohl nur rund 30 Kilometer entfernten Huckenohl-Stadion mit 1:2 (1:1) und verzeichnete damit die achte Niederlage im neunten Spiel.

Damit ging nach dem 0:3 gegen Borussia Dröschede vor Wochenfrist auch das zweite MK-Derby zu Ungunsten der FSV aus. Dabei waren bei der Partie im Nordkreis starke Parallelen zu den vorangegangenen Spielen mit Werdohler Beteiligung zu erkennen. Beide Teams neutralisierten sich in der Anfangsphase weitgehend, kamen kaum zu Abschlüssen.

Die Hausherren hatten zwar einen Tick mehr Ballbesitz, wussten damit aber nichts Sinnvolles anzufangen. Die Werdohler 1:0-Entführung entsprang einem Geschenk des BSV, der in der eigenen Hälfte die Kugel vertändelte. Falk Fischer versenkte den Ball mühelos im Mendener Gehäuse.

Danach passierte wieder längere Zeit nichts – bis Oleg Kretz im FSV-Strafraum eigentlich einen Pass an die Grenze des Fünfmeterraums spielen wollte. Das Leder rollte aber an allen Mit- und Gegenspielern vorbei, durch die Beine von FSV-Torhüter Simon Felbick zum 1:1-Ausgleich ins Tor (37.). Ein aus Werdohler Sicht mehr als unglücklicher Treffer, der dem Spielverlauf aber durchaus gerecht wurde.

Auch im zweiten Durchgang bot sich das aus den ersten 45 Minuten gewohnte Bild: Einigermaßen stabile Hintermannschaften auf beiden Seiten, mangelnde Kreativität hüben wie drüben in der Offensive. Da gehörte der Schlenzer von Kretz aus halblinker Position ins lange Eck zur 2:1-Führung des BSV schon zu den fußballerisch reizvolleren Szenen.

Den Werdohlern fehlte bei ihrer Schlussoffensive die zündende Idee. Die Hausherren verschenkte ihrerseits wegen einer schlampigen Ballannahme von Marcel Hoffmann bei einem Konter das mögliche dritte Tor (82.). Große Proteste gab es, als Schiedsrichter Philipp Hagemann den vermeintlichen 2:2-Ausgleichstreffer durch Robert Bierkoch wegen eines angeblichen Foulspiels nach Ausführung des vorangegangenen Freistoßes nicht anerkannte. FSV-Coach Sander meckerte dem Unparteiischen offenbar zu laut – und musste auf die Tribüne (83.).

BSV: Wulff – Schött (70. Rupprecht), Dickehut, Huff, Gerlach – Specht, Anicito – Bodur (90.+2 Kräuter), Davids, Kretz – Krechel (76. Hoffmann)

FSV: Felbick – Brüll, Schröder, Klamann, Sarris – Mura (77. Bierkoch), Aydin, Maus, P. Fischer (63. Kessler) – F. Fischer (72. Bektas), R. Zekovic

Schiedsrichter: Hagemann (Münster)

Tore: 0:1 (20.) F. Fischer, 1:1 (37.) Kretz, 2:1 (64.) Kretz

Bes. Vorkommnis: FSV-Trainer Sander wegen Reklamierens auf die Tribüne verwiesen (83.)

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