FSV Werdohl „trödelt zu lange herum“

+
Bartos Mura (links) und die FSV vergaben gegen Hennen die Chance, sich Luft im Abstiegskampf zu verschaffen.

Werdohl -  Es gab schon Wochenanfänge, da war Manuel Sander besserer Stimmung als gestern. Aber die 0:2-Heimniederlage gegen den SC Hennen am Freitagabend in der vorgezogenen Partie der Fußball-Landesliga hat beim Trainer der FSV Werdohl auch nach dem spielfreien Sonntag noch für eine ordentliche Portion Unbehagen gesorgt.

Die FSV hatte sich gegen das Team aus dem Iserlohner Norden, bei dem inzwischen der frühere Werdohler Torwart Alexander Schmale zwischen den Pfosten steht, einiges mehr ausgerechnet als das fußballerisch über weite Strecken beiderseits maue Ballgeschiebe zwischen den Strafräumen. „Wir haben viel zu lange herumgetrödelt, schlecht Passqualität, schlechte Ballannahme“, legte Sander den Finger in die Wunde und mutmaßte vielsagend: „Schmale hatte wahrscheinlich bei Hennen die meisten Ballkontakte.“

So sackten die Gäste am Riesei relativ preisgünstig die drei Punkte ein und vergrößerten ihren Vorsprung auf die FSV damit auf komfortable neun Zähler. Während sich die Hennener zumindest in den verbleibenden vier Begegnungen bis zur Winterpause dank des sechsten Saisonsieges aller Voraussicht nach nicht allzu intensiv mit dem Thema Abstiegskampf beschäftigen müssen, befinden sich die Werdohler weiterhin auf dem 14. Rang, der am Saisonende den Gang in die Bezirksliga bedeuten würde. „Wir gucken von Woche zu Woche, wollen aber bis zur Winterpause noch einige Punkte holen und über dem Strich stehen – so schnell wie möglich“, beschreibt Sander den sportlichen Fahrplan für den Rest des Jahres 2015.

Den Rahmen für den „Endspurt“ bis Weihnachten bildet zum einen das Gastspiel beim SSV Meschede am kommenden Sonntag. Das Team von Trainer Heiko Hoffmann ist für gewöhnlich ein Anwärter auf die Spitzenpläne, schwächelt zurzeit aber. Am zurückliegenden Wochenende setzte es eine 0:3-Pleite bei RW Hünsborn, zudem flog mit Mahmut Yavuzaslan ein Leistungsträger vom Platz.

Zum anderen sticht das Werdohler Duell mit dem Watzke-Klub RW Erlinghausen ins Auge, das den Jahresabschluss für die FSV markiert. Regeltermin für diesen Kick ist Sonntag, 13. Dezember. Allerdings kommt es an diesem Tag in der Bundesliga auch zum Vergleich von Borussia Dortmund, dem zweiten Watzke-Klub also, mit Eintracht Frankfurt.

Bislang war es in dieser Saison meist so, dass die Erlinghausener ihre Partie vorzogen, wenn Kollisionen mit BVB-Spielen drohten. Sander ließ durchblicken, dass dies auch für den Werdohler Auftritt im Hans-Watzke-Stadion im Raum steht – wenngleich noch keine Entscheidung gefallen ist.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare