Alen Terzic sieht gegen Lennestadt Fortschritte

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Der Werdohler Falk Fischer (links) zog sich im Spiel gegen den FC Lennestadt einen Bruch des Handgelenks zu.

Werdohl - Wenn eine Mannschaft in Minute 89 den 1:1-Ausgleich kassiert und um den Lohn einer guten Leistung gebracht wird, gehen für gewöhnlich die Köpfe nach unten. Bei der FSV Werdohl passierte das nach dem Heimspiel in der Fußball-Landesliga gegen den FC Lennestadt allerdings nur kurzfristig.

Von Christian Müller

„Wir sollten uns schon bewusst machen, gegen wen wir gespielt haben“, setzte FSV-Trainer Alen Terzic zu seiner Einordnung des Unentschiedens an. Nach den torlosen Niederlagen gegen den SC Neheim (0:4) und beim BSV Menden (0:1), bei denen die Werdohler in der Offensive allzu häufig „zahnlos“ agierten, war gegen die Gäste aus dem Kreis Olpe der Biss zurück.

In Hälfte eins hatte die bärenstarke Lennestädter Offensive um Torjäger Florian Friedrichs, Christian Schmidt und Freistoß-Kunstschütze Samed Baser noch die besseren Szenen auf ihrer Seite.

Spätestens nach dem Wiederanpfiff aber drückten die Hausherren in einem intensiven Spiel aufs Tempo, brachten Lennestadt damit ein ums andere Mal in Bedrängnis. „Die Art und Weise, wie wir gegen diesen Gegner gespielt haben, war absolut positiv“, konstatierte Terzic zufrieden.

Dass der Führungstreffer von Onur Benli kurz vor Toreschluss trotzdem nicht zum Sieg reichte, war der Stärke des FCL bei Standards geschuldet. „Von gefühlten 50 Szenen dieser Art haben wir 49 gut verteidigt. Die 50. rutscht dann durch“, ärgerte sich der Werdohler Coach, ohne seinen Mannen explizit einen Vorwurf machen zu wollen. Vielmehr stellten Leistung und Ergebnis für ihn nach den beiden Pleiten zuvor „ganz bestimmt einen Fortschritt“ dar.

Der Ausgleichstreffer blieb aus FSV-Sicht jedoch nicht die einzige Hiobsbotschaft des Tages. Falk Fischer zog sich nach der ersten Diagnose einen Bruch im Handgelenk zu, wird wochenlang ausfallen. Zudem sah Mittelfeld-Antreiber Murat Kaya seine fünfte gelbe Karte, ist damit am kommenden Sonntag im Auswärtsspiel bei der Reserve der SF Siegen (15 Uhr) gesperrt.

Die Partie beim Tabellenschlusslicht könnte für die FSV ein weiteres Mosaiksteinchen auf dem Weg zum Klassenerhalt werden. Als „sehr wichtig“ ordnet Terzic die Stippvisite im Siegerland ein, aber: „Wir brauchen das Spiel auch nicht größer machen als es ist. Wir haben nach wie vor eine komfortable Situation“, weiß der Iserlohner, nachdem die FSV das Polster auf die Abstiegsplätze durch den einen Zähler gegen Lennestadt und die gleichzeitigen Niederlagen des SV Hüsten (1:2 gegen Bad Berleburg) und eben Siegen (0:3 gegen Meschede) auf zwölf Punkte vergrößert hat.

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