Manuel Sander kehrt als Trainer zur FSV Werdohl zurück

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Das Gastspiel von Manuel Sander (links, Szene aus dem Derby gegen den SSV Küntrop) beim SV Affeln war nur von kurzer Dauer: Schon nach dem fünften Spieltag kehrt der Allrounder zurück zur FSV Werdohl und heuert am Riesei als Trainer an.

Werdohl/Affeln - Die FSV Werdohl ist auf der Suche nach einem Nachfolger für Ex-Trainer Alen Terzic fündig geworden. Schon am Donnerstagabend im Kreispokal-Spiel beim SC Lüdenscheid wird mit Manuel Sander ein „alter Bekannter“ auf der Bank des Fußball-Landesligisten Platz nehmen. Der langjährige FSV-Kapitän hatte sich erst in diesem Sommer vom Riesei verabschiedet und dem Arnsberger A-Ligisten SV Affeln angeschlossen.

Sander teilte die Entscheidung am Sonntag nach dem Affelner 2:1-Erfolg gegen den TuS Müschede, bei dem er zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich getroffen hatte, seinen bisherigen Teamkameraden mit, hatte den Wechsel bereits im Vorfeld mit SVA-Spielertrainer Erhard Krengel und Geschäftsführer Benjamin Nakajew abgestimmt.

Letzterer äußerte sich im Gespräch mit unserer Zeitung allerdings alles andere als begeistert über den kurzfristigen Abschied des Leistungsträgers nur wenige Wochen nach dessen Verpflichtung auf der Stummel. „Dass wir maßlos enttäuscht sind, darüber müssen wir nicht reden – auch nicht darüber, dass der Zeitpunkt ungünstig ist“, sagte Nakajew, warf der FSV „schlechten Stil“ vor und sprach für den SVA von einer „kleinen sportlichen Katastrophe“.

Sowohl Sander selbst als auch FSV-Sportchef Carsten Minker, der künftig mit dem Trainer-Neuling Sander sowie Assistent Simon Felbick ausdrücklich ein Trainer-Team bilden soll, zeigten Verständnis für den Unmut aus Affeln. „Natürlich kann ich das nachvollziehen. Für die Affelner bricht da jetzt auch eine Welt zusammen“, sagte Minker, betonte angesichts der sportlich prekären Lage der FSV mit fünf Niederlagen aus fünf Punktspielen aber auch: „Unser Ziel ist, da jetzt Kontinuität reinzubekommen.“

Sander ergänzte, seine Entscheidung sei nicht gegen den SVA, sondern ausschließlich für Werdohl ausgefallen. „Ich habe 20 Jahre lang in Werdohl Fußball gespielt. Da sieht man es nicht so gerne, wenn es so läuft, wie es im Moment läuft“, sagte der langjährige Kapitän der FSV, der im gleichen Atemzug eingestand, dass sein Weggang „für Affeln eine Scheiß-Situation“ sei. „Aber ich habe mich dort super wohl gefühlt, bin toll aufgenommen worden.“

Nun also schlägt Sander kurz nach dem Wechsel auf die Stummel ein weiteres neues Kapitel auf. Als Spieler wäre er wegen des Transfers außerhalb der Frist vorerst ohnehin gesperrt, soll auch deshalb ausschließlich als Trainer fungieren.

Erfahrungen als Coach hat der Haudegen, der in Werdohl wohnt und arbeitet, bereits im FSV-Nachwuchs gesammelt, wo er zunächst die C-Junioren und seit diesem Sommer die B-Junioren trainiert. Inwieweit er dieses Amt weiter ausüben kann, blieb vorerst offen.

Priorität hat für ihn, die erste Mannschaft vor dem Absturz aus der Landesliga zu bewahren. „Klar wird das eine schwierige Aufgabe“, gab Sander zu Protokoll, „aber wir müssen zusehen, dass wir bis zum Winter noch einige Punkte holen“.

Da Sander im Gegensatz zu seinem Partner Minker im Beruf keine Spätschichten leisten muss, wird der Neuling, der die allermeisten Spieler im FSV-Kader noch bestens kennt, federführend das Training leiten. „Auf dem Platz wird der Ton auch mal rauer, wenn es sein muss. Ich werde das strikt trennen“, kündigte Sander an, dass eventuelle Freundschaften seinem neuen Amt untergeordnet werden müssen.

Vom Iserlohner Alen Terzic, der Anfang des Jahres am Riesei als Coach übernommen und die Elf in der Rückrunde der vergangenen Serie zum Klassenerhalt geführt hatte, hatte sich die FSV am 31. August nach der 2:4-Pleite beim FC Altenhof getrennt.

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