FSV Werdohl tritt weite Reise zum Watzke-Klub an

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LokalsportMZVAuch in der vergangenen Saison bildete die Partie gegen Erlinghausen für die FSV und Kosta Sarris (links) den Jahresausklang – damals siegte Werdohl am Riesei mit 2:1.

Werdohl - Der Jahresausklang ist zugleich der Rückrundenauftakt – und er führt die FSV Werdohl im vorgezogenen Spiel am Samstag (14.30 Uhr, Hans-Watzke-Stadion) bei RW Erlinghausen auf einer der längsten Reisen, die die Fußball-Landesliga zu bieten hat. 102 Kilometer und über eineinhalb Stunden Fahrzeit weist ein Internet-Routenplaner als kürzeste Distanz zwischen den Sportanlagen beider Vereine aus.

Dementsprechend früh treten das Werdohler Trainergespann Manuel Sander und Carsten Minker mit dem FSV-Tross die Reise zu den letzten 90 Pflichtspielminuten des ausklingenden Jahres an. Um 11 Uhr geht es vom Werdohler Bahnhof aus los. Sander hofft, dass zumindest Schneefälle ausbleiben – und vor allem, dass die FSV mit mindestens einem, besser drei Punkten in der Tasche zurück kommt. „Wir wollen diesen Weg ja nicht umsonst gemacht haben“, betont der Coach.

Die Bedeutung der Partie schätzt der 31-Jährige als enorm ein. „Im Grunde genommen ist es ein Sechs-Punkte-Spiel“, so Sander. Erlinghausen ist als Zwölfter des Klassements einen Platz und drei Zähler besser gestellt als die Lennetaler. Letztere können im Erfolgsfall also mit dem Heimatklub von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nach Punkten gleichziehen, müssen aber auch den Blick nach unten bewahren. Sollte Werdohl im Hochsauerland patzen, könnte an diesem Wochenende nämlich der VfL Bad Berleburg, bei einer FSV-Niederlage sogar der BC Eslohe noch an den Werdohlern vorbei ziehen und die Sander-Schützlinge zur Winterpause wieder auf einen Abstiegsplatz abstürzen lassen.

Insbesondere die Erlinghausener Offensive ist mit der ein oder anderen Gefahrenquelle für die FSV ausgestattet. Bilal Akgüvercin kann über die Flügel für Wirbel sorgen, Sander erwartet ihn jedoch im Zentrum. Auch Pascal Raulf, der beim SV Lippstadt einst Oberliga-Erfahrung sammelte, kann auf beiden Positionen Torgefahr heraufbeschwören. „Sie haben schon ein paar gute Jungs“, fasst Sander zusammen.

Auf Werdohler Seite ist der ein oder andere Akteur nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Falk Fischer musste beim 0:2 in Neheim nach wochenlanger Trainingspause ran, war in dieser Woche zudem krank. Weniger Sorgen macht Sander sich um Emre Aydin, obwohl auch er erkrankt war. Semir Tuz ist nach überstandener Verletzung auf dem Weg zur Normalform.

FSV: Felbick, Grete – Brüll, Schröder, Klamann, Maus, Sarris, Aydin, Mura, Bektas, Koctürk, P. Fischer, F. Fischer (?), R. Zekovic, Kessler, Tuz

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