FSV Werdohl unterliegt 0:3 in Neheim

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Vergeblicher Einsatz: Melih Akdeniz (rechts) und die FSV Werdohl mühten sich nach Kräften, die Kreise von Spitzenreiter SC Neheim einzuengen, waren aber doch zu häufig nur zweiter Sieger.

Neheim - Vierte Niederlage im fünften Spiel, dazu der Absturz auf den letzten Tabellenplatz: Beim SC Neheim musste die FSV Werdohl in der noch jungen Saison der Fußball-Landesliga gestern die nächste Enttäuschung verkraften und unterlag dem Spitzenreiter mit 0:3 (0:1).

Nach den Ausfällen von Gian-Marco De Luca, Lukas Kessler und Fisnik Zejnullahu trat die Mannschaft von FSV-Trainer Marco Sadowski praktisch ohne gelernten Stoßstürmer im Angriffszentrum auf der Sportanlage am Binnerfeld an. Und die Abwesenheit des offensiven Trios machte sich bei den Gästen dergestalt bemerkbar, dass Torraumszenen und Abschlüsse für die Werdohler über die gesamten 90 Minuten hinweg Seltenheitswert hatten.

Stattdessen erarbeiteten sich die ungeschlagenen Hausherren schnell eine optische Überlegenheit, ohne jedoch die FSV-Hintermannschaft allzu häufig in Verlegenheit zu bringen. Akhim Seber scheiterte mit einer Mischung aus Torschuss und Flanke (20.). Wenig später tauchte Sylvio Meyer in guter Position im Werdohler Strafraum auf, doch Matthes Schröder und Redouane El Alami warfen sich dazwischen, blockten den Ball auf diese Weise.

So musste eine Standardsituation herhalten, um den Tabellenführer in Führung zu bringen. Ein Freistoß von Okan Güvercin von der rechten Seite flog an Freund und Feind vorbei zum 1:0 ins lange Eck (36.). FSV-Schlussmann Marcus Grete konnte den Ball nur noch aus dem Netz fischen.

Die zweite Hälfte verlief ähnlich wie die ersten 45 Minuten: Neheim war jederzeit Herr der Lage, ohne selbst ein fußballerisches Feuerwerk abzubrennen. Sadowskis Mannen fehlten schlicht die Mittel, um die Gastgeber in ernsthafte Bedrängnis zu bringen, auch wenn die Einsatzbereitschaft spürbar war. Lukas Greis erhöhte schließlich abermals per Freistoß auf 2:0 (68.).

Robert Bierkoch köpfte nach einem Freistoß in die Arme von Ricardo Alves – eine der ganz wenigen Szenen, in denen Neheims Torhüter eingreifen musste (77.). In der Schlussphase hatte Sadowski den nächsten Verletzten zu beklagen. Der eingewechselte Sandro Collura griff sich nach einem Sprint an den Oberschenkel – mutmaßlich eine Muskelverletzung. Für den 3:0-Endstand sorgte Sedat Sener. „Zwei Standardsituationen entscheiden das Spiel, das ansonsten keinen Sieger verdient gehabt hätte“, sagte Sadowski frustriert. - Von Christian Müller

Neheim: Alves – Xhaka, Greis, Wagner, Güvercin – Middel (71. Sener), Busch – Franz (58. Guntermann), Meyer, Seber – Bilinski (80. Arslan)

FSV: Grete – Bierkoch, Schröder, Maus, Neuke (46. Kaya) – El Alami, Breitenbach – Akdeniz (80. Bektas), Benli, Mura – Strongface (58. Collura)

Schiedsrichterin: Sandra Föhrdes (Lennestadt)

Tore: 1:0 (36.) Güvercin, 2:0 (68.) Greis, 3:0 (90.+1) Sener

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