Auf die FSV Werdohl wartet schon das nächste Derby

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Philip Fischer besaß für die FSV Werdohl im Kreisduell gegen Borussia Dröschede die vielleicht dickste Möglichkeit, verpasste es aber, die Riesei-Kicker in Führung zu bringen.

Werdohl - Es war der Auftakt zu einer attraktiven Woche mit drei Spielen in acht Tagen – und der Start ist der FSV Werdohl mit der 0:3-Heimniederlage gegen Borussia Dröschede missglückt. Die Gründe dafür fand Manuel Sander, Trainer des Fußball-Landesligisten, auch in seiner eigenen Mannschaft, aber eben nicht nur. Auch der Schiedsrichter spielte in der Analyse des Coaches eine Rolle.

Es war am Sonntag die 62. Minute am Riesei, als Schiedsrichter Leo Bender kurzzeitig in eine Hauptrolle schlüpfte. Nach einem „Allerweltsfoul“ (Sander) an der Mittellinie zeigte Bender FSV-Angreifer Musa Sesay den Gelben Karton. Weil Lukas Kessler sich darüber eine Spur zu vehement beschwerte, gab es für den Werdohler Kapitän direkt auch eine Verwarnung. Dann, so gab der Unparteiische jedenfalls nach Abpfiff seine Sicht der Dinge wieder, ließ sich Kessler auch noch zu höhnischem Applaus hinreißen, was dem Regelwerk entsprechend eine weitere Gelbe Karte nach sich zieht – und im Falle des FSV-Offensiv-Allrounders in der Konsequenz eben den Platzverweis. Weil Stein des Anstoßes aber die Szene um Sesay war, fand Sander die folgenden Entscheidungen „total überzogen“.

Zu diesem Zeitpunkt lagen die Hausherren bereits mit 0:1 in Rückstand. Dass es zu zehnt nicht einfacher wurde, dem ersten von zwei aufeinanderfolgenden Kreisderbys in der Meisterschaft eine Wendung zu geben, liegt auf der Hand. Gleichwohl: Möglich war es schon. „Selbst danach waren wir dem Ausgleich näher als Dröschede dem zweiten Tor“, betonte Sander nicht zu Unrecht.

Das Werdohler Anrennen auf das Gehäuse von Borussen-Torhüter Dominic Sousa da Costa zog letztlich aber zu selten einen gefährlichen Abschluss nach sich. Und so kam es, wie es in solchen Fällen häufig passiert: Die FSV musste angesichts des Rückstandes ihre taktische Ordnung irgendwann aufgeben. Die sich ergebenden Räume nutzten die Gäste in der Schlussphase zum zweiten und dritten Tor. „Bis zum 0:1 hatten wir die beste Torchance im Spiel“, ärgerte sich Sander über den Fehlschuss von Philip Fischer (27.) und ergänzte: „Wir waren trotzdem bis zum Schluss für Punkte gut.“

Die muss die FSV, die in der Tabelle bei drei Zählern stagniert, nun beim nächsten MK-Duell am kommenden Sonntag anvisieren, wenn der Trip zum BSV Menden auf dem Programm steht. Vorher gibt am Donnerstag (19 Uhr) Westfalenligist Westfalia Wickede in Runde zwei des Westfalenpokals seine Visitenkarte ab. Zur Erinnerung: Zu diesem Duell kommt es nur, weil die Werdohler im August Oberligist ASC 09 Dortmund mit 4:0 düpierten. Gegen einen erneuten Coup hätte am Riesei wohl niemand etwas einzuwenden.

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