FSV Werdohl startet mit torlosem Remis

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Nach der gelb-roten Karte für Redouane El Alami (rechts) musste die FSV Werdohl im Auftaktspiel der Fußball-Landesliga bei RW Erlinghausen mehr als eine halbe Stunde lang in Unterzahl agieren.

Erlinghausen - Viel gelaufen, viel gearbeitet, aber am Ende nicht belohnt: Die FSV Werdohl ist am Sonntag mit einem torlosen Remis bei RW Erlinghausen in die neue Saison der Fußball-Landesliga gestartet.

Der neue Trainer Marco Sadowski war mit der Leistung seines Teams überhaupt nicht einverstanden, auch wenn dieses trotz einer mehr als 30-minütigen Unterzahl mehrfach am Siegtreffer schnupperte.

FSV-Linksverteidiger Florian Neuke hatte schon in der Anfangsphase das Führungstor für die Gäste auf dem Fuß, scheiterte aber freistehend am Erlinghausener Torhüter Benedikt Müller. Auf der Gegenseite hatte RW-Kapitän Daniel Berlinski per Kopf nach einem Eckball die erste Möglichkeit, köpfte aber neben das Gehäuse von FSV-Schlussmann Marcus Grete (9.). Mitte der ersten Hälfte tauchte erneut der umtriebige Neuke vor Müller auf, aber wieder schoss der 21-Jährige dem Keeper in die Arme. „Wenn Neuke nur eine seiner Chancen genutzt hätte, hätten wir vielleicht gewonnen“, trauerte Sadowski den Gelegenheiten nach dem Schlusspfiff nach.

Doch es war nicht allein der Außenverteidiger, den vor dem rot-weißen Kasten die Nerven verließen. Robin Breitenbach war mit seinem verdeckten Schuss (27.) ebenso erfolglos wie Lukas Kessler nach Neuke-Zuspiel (29.).

Im zweiten Durchgang gehörte der erste Aufreger im Hudestadion den Hausherren, als Jan Kupitz es nicht schaffte, den in dieser Szene etwas orientierungslosen Grete zu überwinden (55.). Kurz danach zeigte Schiedsrichter Immanuel Block FSV-Mittelfeldspieler Redouane El Alami nach einem Foul an Till Kupitz die Ampelkarte (57.). Der Werdohler hatte seine erste Verwarnung erst fünf Minuten zuvor erhalten, ebenfalls nach einem Foulspiel.

Doch die Rot-Weißen tauchten auch in Überzahl nicht so häufig vor Grete auf wie die Werdohler auf der anderen Seite vor Müller. Fisnik Zejnullahu fand in Erlinghausens Torwart mit einem Schuss aus 20 Metern seinen Meister (71.). Und auch bei der Doppelchance von Neuke und Manuel Sander brachten Sadowskis Schützlinge das Spielgerät nicht im Tor unter (86.). So blieb es letztlich bei der torlosen Punkteteilung.

„Wir müssen damit zufrieden sein, haben nicht gut Fußball gespielt. Wir haben die Partie überhaupt nicht unter Kontrolle gekriegt“, kritisierte der FSV-Coach. Sein Gegenüber Vaidas Petrauskas monierte, seine Elf hätte die Überzahl besser ausspielen müssen. - Von Christian Müller

RW Erlinghausen: Müller – Kandlen, Rosenkranz, Meyer, Kriesche – Bahceci, Watzke – J. Kupitz, Berlinski, T. Kupitz (80. Luckey) – Raulf

FSV Werdohl: Grete – Schröder, Maus, Kaya, Neuke – El Alami, Breitenbach – Sander, Schwenck – Kessler, Zejnullahu

Schiedsrichter: Immanuel Block (Horn-Bad Meinberg)

Tore: Fehlanzeige

Bes. Vorkommnis: Gelb-rote Karte gegen El Alami (FSV), wiederholtes Foulspiel (57.)

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