FSV feiert Klassenerhalt mit kritischen Zwischentönen

+
Falk Fischer (rechts) trifft in der kommenden Saison bei der FSV auf seinen jüngeren Bruder Philipp, der aus der A-Jugend des TuS Plettenberg nach Werdohl wechselt.

Werdohl - Es war mehr Erleichterung als Euphorie, die nach dem 4:2-Erfolg gegen den SV Attendorn und dem geschafften Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga aus den Gesichtern bei der FSV Werdohl sprach. Drei Tage nach dem Triumph im Kreispokal fand damit am vorletzten Spieltag auch das Geschehen in der Meisterschaft ein aus FSV-Sicht positives Ende.

„Zum Ende hin war es spannender, als wir uns das gewünscht hätten“, blickte Trainer Alen Terzic zurück auf das vergangene halbe Jahr, seit er im Januar seinen Dienst am Riesei angetreten hatte. Bekanntlich endet seine Amtszeit nach dem abschließenden Spieltag, der die Werdohler zur SG Finnentrop/Bamenohl führt, am kommenden Wochenende.

Nach einer sieglosen Durststrecke seit Ende März brauchte es den „Zwischensprint“ mit Siegen in Hüsten und gegen Attendorn, unterbrochen nur vom Pokalerfolg beim TSV Lüdenscheid. „Wir sind froh und erleichtert, dass wir das Ziel erreicht haben, haben in einer Woche drei wichtige Siege eingefahren“, bilanzierte Terzic und ergänzte im Hinblick auf die personell weiter schwierige Trainingssituation: „Unter den vorhandenen Möglichkeiten und Voraussetzungen war nicht mehr drin.“

Auch beim Sportlichen Leiter Carsten Minker schwangen bei aller Erleichterung über den Ligaverbleib kritische Töne mit. Der Saisonverlauf stimme grundsätzlich unzufrieden, „gemessen am namentlich guten Kader und der Euphorie, mit der man gestartet ist“, betonte Minker. Einmal mehr hob der 40-Jährige die Trainingsbeteiligung als Hauptursache für den Absturz in den Abstiegskampf hervor. „Dies ist der absolute Kritikpunkt, der es jedem Trainer schwer macht, gewisse Dinge einzustudieren.“

Inwieweit die Perspektive der FSV in der neuen Spielzeit wieder besser aussehen könnte, mochte der Sportchef noch nicht beurteilen. Vielmehr zieht Minker Schlüsse aus den Eindrücken der ablaufenden Saison, die die SpVg Olpe als frühzeitig feststehenden Meister und die Reserve der SF Siegen II als abgehängtes Schlusslicht der 15er-Staffel sah. „Alle anderen Mannschaften haben sich meist über die Tagesform definiert“, ist Minker überzeugt.

Derweil hat Offensiv-Allrounder Lukas Kessler seine Zusage gegeben, auch 2015/16 für Werdohl aufzulaufen. Als Alternative für die vorderen Positionen stößt zudem Philipp Fischer aus der A-Jugend des TuS Plettenberg zur FSV. Er ist der jüngere Bruder von Linksaußen Falk Fischer.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare