Corona-Schutzverordnung

Land NRW schickt nun auch die Golfer in den Corona-Lockdown

zwei Golferinnen auf der Runde
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Auch Runden zu zweit auf dem Golfplatz sind ab sofort wieder verboten.

Die neue Corona-Schutzverordnung ist da: Nun dürfen auch Golfer nicht mehr auf den Golfplatz. Nachvollziehen können sie das nicht...

Kreisgebiet – Die Corona-Schutzverordnung des Landes NRW, die am Montagabend verabschiedet wurde und seit Mittwoch und noch bis zum 10. Januar Gültigkeit besitzen soll, bringt weitere Einschränkungen für den Sport – unter anderem gehen damit nun auch die Golferinnen und Golfer in Gelstern und in der Varmert in den sportlichen Lockdown.

„Der Freizeit- und Amateursportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen ist unzulässig. Der Zugang zu den Einrichtungen ist entsprechend zu beschränken. Die Nutzung von Gemeinschaftsräumen einschließlich Räumen zum Umkleiden und zum Duschen von Sportanlagen ist unzulässig“, heißt es in der Verordnung. Es bedeutet, dass ab sofort auch der (bisher noch erlaubte) Individualsport (zum Beispiel Golf, Tennis) auf öffentlichen und vereinseigenen Sportanlagen verboten ist. Kommunale und vereinseigene Sportplätze müssen schließen.

Das Golfverbot kommt in diesem Kontext überraschend. In Gelstern zum Beispiel waren noch bis zum Dienstag Aktive auf der Runde. „Wir spielen ja auch bei schlechtem Wetter“, sagt Präsident Klaus Ballauf, der das Verbot in der neuen Verordnung nicht recht nachvollziehen kann.

Land NRW schickt nun auch die Golfer in den Corona-Lockdown

„Es ist nicht die Zeit, auf die Barrikaden zu gehen. Man muss es akzeptieren“, sagt Ballauf. Trifft es den GC Gelstern hart mitten im Winter? „Hart vielleicht nicht, aber es trifft uns“, sagt der Präsident, „vor allem versteht man es nicht, wenn zum Beispiel Joggen erlaubt ist. Klar ist, dass man sich nicht im Klubhaus treffen kann. Das versteht jeder, aber dass man nicht zu zweit auf die Runde gehen kann, ist nicht nachvollziehbar.“

Neben dem Golfsport trifft es auch noch andere Bereiche, die bisher vom Lockdown ausgeklammert waren: Es sind auch keine Rehasport-Angebote mehr möglich, auch nicht solche aufgrund von ärztlichen Verordnungen. Möglich bleibt nach der Verordnung nur noch:

  • Sporttreiben allein oder mit insgesamt maximal fünf Personen aus zwei Haushalten im öffentlichen Raum bzw. in freier Natur ohne Anleitung.
  • Wettbewerbe in Profiligen (ohne Zuschauer) mit Auflagen (unter anderem Infektionsschutzkonzept).
  • Training von Berufssportlerinnen und -sportlern auf und in den von ihrem Arbeitgeber bereitgestellten Trainingseinrichtungen.
  • Training an den NRW- Bundesstützpunkten und Landesleistungsstützpunkten.
  • Das Bewegen von Pferden aus Tierschutzgründen im zwingend erforderlichen Umfang auf und in Sportanlagen. Aber: Sport- und trainingsbezogene Übungen sind untersagt.

Auch für Versammlungen gelten strenge Auflagen. Der Landessportbund NRW verweist auf das bis zum 31. Dezember 2021 geltende Covid-Abmilderungsgesetz, das die digitale Durchführung von Gremiensitzungen bis hin zur Mitgliederversammlung selbst dann, wenn dies in der Vereinssatzung nicht vorgesehen ist, erlaubt.

Der Landessportbund NRW hat zudem beschlossen, die Durchführung von Aus- und Fortbildungen, VIBSS-Angeboten vor Ort sowie Vereins- und Mitgliedsorganisationsberatungen in Form von Präsenzveranstaltungen bis zum 28. Februar auszusetzen. Dei für diesen Zeitraum geplanten Präsenzveranstaltungen werden verschoben oder komplett abgesagt.

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