Alexandra Esser vor DM rechtzeitig fit

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Freut sich auf das nationale Championat in Dortmund: Alexandra Esser vom TV Wiblingwerde.

Wiblingwerde - Bis zum Training am Montag war nicht klar, ob Alexandra Esser am Wochenende bei den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften der Leichtathleten in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle an den Start gehen kann. Eine Sehnenentzündung in der rechten Hand sowie eine Bänderzerrung im rechten Knie schränkten die Vorbereitungen der 18-jährigen Kugelstoßerin des TV Wiblingwerde in den vergangenen drei Wochen ein.

„Am Montag aber ging es schon besser und wir haben uns für einen Start entschieden“, sagt die charmante Lüdenscheiderin.

Zusammen mit Trainerin Gertraud Rüsch, die am vergangenen Wochenende mit einer Bronzemedaille im Kugelstoßen von den Deutschen Hallenmeisterschaften der Senioren aus dem thüringischen Erfurt zurückkehrte, feilte Alexandra Esser aufgrund der Verletzung an der Stoßhand zuletzt primär an der Technik, um das Verbindungsgewebe zwischen Muskel und Knochen nicht zu sehr zu belasten. Obwohl das Training nicht optimal verlief, freut sich die aktuelle Vize-Westfalenmeisterin der weiblichen Jugend U 20 auf das nationale Championat in der Bierstadt, wo sich die Leichtathletik-Asse von morgen treffen werden. Rund 800 Nachwuchsathleten werden erwartet.

Im Starterfeld für das Kugelstoß-Finale der weiblichen Jugend U 20 tauchen alle Namen auf, die national von Belang sind. In den Kugelstoßring gehen unter anderem Wattenscheids U 18-Weltmeisterin Julia Ritter und Alina Kenzel vom VfL Waiblingen, die die Vier-Kilo-Kugel erst Ende Januar beim Kugelstoß-Meeting im sächsischen Rochlitz auf 16,98 m wuchtete.

„Das Feld ist unwahrscheinlich stark besetzt“, weiß Alexandra Esser um die bärenstarke Konkurrenz. Mit ihren bei den Westfalenmeisterschaften im Januar aufgestellten 13,33 m wird die Bergstädterin mit der elftbesten Meldeweite geführt, ihre persönliche Bestleistung von 13,50 m datiert (noch) vom 20. Dezember 2015. „Dreizehneinhalb Meter wären auch bei den Deutschen super. Ich werde versuchen, wieder in den Endkampf einzuziehen – und das ist auch nicht ganz utopisch. Wenn es mit dem Endkampf nicht klappt, bin ich aber auch nicht unglücklich“, so Alexandra Esser.

Richtig zufrieden und glücklich ist die 18-Jährige mit ihrer Entscheidung, nach bestandenem Abitur ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei der Sportjugend im Kreissportbund Märkischer Kreis (KSB MK) zu absolvieren. Seit dem 1. September des vergangenen Jahres ist die TVW-Athletin primär für die Dachorganisation aller Jugendabteilungen der 522 Sportvereine im KSB MK tätig. Die Sportjugend vertritt rund 50 000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus dem organisierten Sport im Märkischen Kreis. „Die Arbeit ist sehr vielfältig und macht mir eine Menge Spaß. Das Team ist sehr familiär und es wird Rücksicht auf meine Trainingszeiten genommen. Das ist nicht selbstverständlich“, verdeutlicht die Lüdenscheiderin.

Zu den umfangreichen Aufgaben der Sportjugend gehört unter anderem die Betreuung von Sportangeboten in Schulen oder Kindertagesstätten. Aktuell begleitet Alexandra Esser das Projekt „KommSport“, das das Ziel verfolgt, Kindern und Jugendlichen ein passgenaues Sportangebot zu bieten. Um das zu erreichen, wird zunächst der Bewegungs- und Fitness-Status von Grundschulkindern der zweiten Klasse ermittelt. Klingt spannend – und ist es laut Alexandra Esser auch.

Ende August endet das FSJ der 18-Jährigen, die im Oktober dann mit dem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Technischen Universität Dortmund beginnen will. In der Bierstadt verfolgt die Top-Kugelstoßerin des FLVW-Kreises Lüdenscheid am Wochenende aber zunächst andere Pläne...

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