„Püppi“ Kruse landet bei der DM auf Rang neun

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Elisabeth Kruse ritt auf Lando’s Star zum neunten Rang bei der DM der Springreiterinnen.

Balve -  Fast wäre sie in die Phalanx der ganz Großen ihrer Zunft eingedrungen, am Ende war es dann doch „nur“ Rang neun. Elisabeth Kruse vom RV Balve hat bei ihrer zweiten Teilnahme an den DM im Rahmen des Balve Optimum auf dem Rücken des zehnjährigen Wallachs Lando’s Star positiv überrascht, war zeitweilig gar in Medaillennähe.

„Es ist richtig, richtig super gelaufen“, strahlte Kruse. Als einzige heimische Reiterin nahm die 27-Jährige den DM-Parcours in Angriff. Nach der ersten Wertungsprüfung war sie auf Rang 23 mit lediglich 0,5 Strafpunkten wegen Zeitüberschreitung die beste nach der schier endlosen Riege der fehlerfreien Reiterinnen. De facto hatten die Blondine und Lando’s Star die S**-Prüfung mit 1,45 m hohen Hindernissen demnach also ohne Abwurf gemeistert – eine glänzende Ausgangsposition für die zweite Wertungsprüfung am Samstag, ein S***-Springen über zwei Umläufe mit 1,50 m hohen Hindernissen.

Dort zeichnete sich schnell ab, dass es weit weniger „Nuller“ als tags zuvor geben würde. Während die Konkurrentinnen im ersten Umlauf der zweiten Wertungsprüfung auf dem anspruchsvollen, 450 m langen Parcours reihenweise patzten und zurückfielen, legte Kruse abermals einen Ritt ohne Abwurf hin – lag mit 72,72 Sekunden aber hauchdünn über der erlaubten Zeit und kassierte darum 0,25 Strafpunkte. Lediglich die alte und neue Deutsche Meisterin Eva und die spätere Silbermedaillen-Gewinnerin Anna-Maria Jacobs lagen vor der entscheidenden dritten Runde noch vor der heimischen Athletin.

Mit  tierischer Hilfe erkundete "Püppi" vor der Prüfung den Parcours.

Die hatte dann im letzten Umlauf aber einen Abwurf und bekam dafür vier weitere Strafpunkte aufgebrummt. Was genau schief gelaufen war, brachte selbst eine Videoanalyse nicht an den Tag. „Das Quäntchen Glück hat gefehlt, ich habe nicht groß etwas anders gemacht als im ersten Umlauf“, sagte die Blondine, die von allen nur „Püppi“ genannt wird.

Damit stand bei ihrer zweiten DM-Teilnahme in der Endabrechnung Rang neun zu Buche. „Wir wollten vorher unter die ersten Zehn kommen“, trauerte Kruse einer möglichen Medaille nicht nach, auch wenn sie wusste: „Wir waren nahe dran, noch weiter vorne zu landen.“ Im vergangenen Jahr hatte sie – ebenfalls auf Lando’s Star – mit neun Strafpunkten die finale Wertungsprüfung verpasst.

Dementsprechend wertet die Balverin das diesjährige Optimum als Erfolg – auch von der Atmosphäre her: „Deutsche Meisterschaften sind an sich schon was besonderes – und wenn man sie in der Heimatstadt absolvieren kann, erst recht“, unterstrich Kruse. - cm

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