Kreisvorsitzender Scharf: „Kein Kommentar“

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Kreisvorsitzender Klaus Scharf aüßert sich nicht.

Kreisgebiet - „Dazu gebe ich keinen Kommentar ab, es handelt sich schließlich um ein schwebendes Verfahren.“ Klaus Scharf, Vorsitzender des Fußball-Kreises Lüdenscheid, möchte sich zu den von Rot-Weiß Lüdenscheids Vorstandssprecher Michael Dregger geäußerten Vorwürfen eines „schwer belasteten Vertrauensverhältnisses zwischen Verein und dem Kreisvorsitzenden“ nicht äußern.

Von Jörg Hellwig

Differenzen zwischen – zumindest – Teilen des Kreisvorstandes und den Rot-Weißen hatten sich an Ordnungsgeldverfügungen durch den Vorstand entzündet, die Rot-Weiß in Höhe bzw. Gänze für nicht gerechtfertigt hält und schon seit Monaten um Klärung gebeten hatte. Der Kreisvorstand habe sich zunächst nicht geprächsbereit gezeigt und stattdessen ein sportgerichtliches Verfahren angestrengt. Dregger hatte aber wiederholt Aussprachen angeboten. Nicht zuletzt auf Intervention des Kreisfußball-Ausschussvorsitzenden Georg Heimes war es im Februar auch zu einem Treffen zwischen Dregger und Stefan Grappendorf als RWL-Vertreter sowie Teilen des Kreisvorstandes gekommen.

Als Ergebnis des Gespräches hatte Dregger Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten in Sachen vermeintlicher Zahlungsrückstände offenbar ebenso ausgemacht, wie Gesprächsbereitschaft zwischen Kreis und Vereinen über Ordnungsgeldverfügungen für die Zukunft. Er zeigte sich jetzt völlig überrascht, dass Scharf nach einer Sitzung des Kreisvorstandes auf telefonische Nachfrage unverblümt erklärt hatte, dass die Vorgänge endgültig an die Kreisspruchkammer abgegeben seien. „Offenbar ist eine Mehrheit des Kreisvorstandes nicht an einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit interessiert“, schlussfolgert Dregger und sieht das Vertrauensverhältnis zum Kreisvorsitzenden „zum jetzigen Zeitpunkt schwer belastet.“

Der Kreisfußballausschussvorsitzende Georg Heimes wollte sich zum Ausgang der Kreisvorstandssitzung vom 11. März nicht öffentlich äußern, „das muss Klaus Scharf selbst machen“. Heimes räumte aber ein, dass die Gespräche zwischen Vorstandsteilen und RWL-Vertretern in harmonischer Atmosphäre stattgefunden hatten.

Kreisvorsitzender Scharf will sich zu den Sachverhalten nur „vor der Kreisspruchkammer“ äußern, erklärte aber: „Michael Dregger hat unser Telefonat am vergangenen Freitag mit der Ankündigung beendet, juristische Schritte einleiten zu wollen. Aber ich lasse mich nicht erpressen.“ Das Tischtuch zwischen RWL und dem Vorsitzenden scheint in der Tat zerschnitten.

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