Tischtennis

Geplante Strukturreform des WTTV

+
Der Vorstand des Kreises Lüdenscheid (von links): Kassierer Gerd Sauer, 2. Vorsitzender Markus Born, Vorsitzender Edgar Schwarzkopf und Kreisjugendwart Marc Stoman. Es fehlt David Schröck (Beauftragter für Vereinsentwicklung).

Altena – Verschiedenes – der zwölfte und letzte Punkt der Tagesordnung beim Kreistag des Tischtenniskreises Lüdenscheid hatte es in sich. Der Kreisvorsitzende Edgar Schwarzkopf und der Bezirksvorsitzende Hans-Jürgen Posnanski berichteten von einer geplanten Strukturreform im Westdeutschen Tischtennis-Verband (WTTV) – und die Kernaussagen der erfahrenen Funktionäre ließ die Vereinsdelegierten in der Cafeteria des gastgebenden TTC Altena in der Sauerlandhalle durchweg aufhorchen.

„Es ist eine Strukturreform geplant. Den bisherigen Planungen nach sollen die Bezirke abgeschafft werden und aus den 35 Kreisen im WTTV zwölf bis 16 neue Kreise gebildet werden“, betonte Edgar Schwarzkopf, dessen Ausführungen Hans-Jürgen Posnanski ergänzte. „Das Verbandsgebiet soll neu aufgeteilt werden. Es wird Veränderungen geben“, sagte der Vorsitzende des Tischtennisbezirks Arnsberg, einem von fünf Bezirken im WTTV.

Tischtenniskreis Lüdenscheid könnte bald Geschichte sein

Posnanski berichtete von einer Tagung zum Thema „Zukunft des WTTV“, die am 5. Mai in Essen stattgefunden hat und bei der es eben auch um eine eventuelle Neugliederung des Verbandsgebietes ging. Es soll bei dieser Tagung „ziemliche Einigkeit“ darüber bestanden haben, dass man die Bezirke abschaffen könne, bei einer Neugliederung Aufteilungen von Kreisen aber möglichst vermieden werden sollen. Zuschnitt und Größe der Kreise allerdings würden sich bei der angedachten Reform freilich verändern. „Für die Planungen wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die Vorschläge ausarbeiten soll“, verdeutlichte Edgar Schwarzkopf: „Wir könnten also die Selbstständigkeit als Kreis verlieren.“ Im Klartext: Der Tischtenniskreis Lüdenscheid, mit Blick auf die Anzahl der Vereine der kleinste im Bezirk Arnsberg, könnte in einigen Jahren Geschichte sein.

Geschichte, das ist inzwischen die Saison 2018/19, auf die beim knapp zweistündigen Kreistag am Dienstagabend natürlich bei den Berichten des Vorstandes und der Fachwarte zurückgeblickt wurde. Zudem standen unter anderem Ehrungen, Wahlen, die Vergabe der Kreismeisterschaften 2020 sowie die Planung der kommenden Spielzeit auf der Agenda. Im Einzelnen:

Berichte

60 Mannschaften beendeten den Spielverkehr 2018/19 auf Kreis-, Bezirks- und Verbandsebene/DTTB. Die 2. Mannschaft des TTC Altena ist in die Verbandsliga aufgestiegen, Westfalia Werdohl in die Landesliga und Kreisliga-Champion TuS Bierbaum in die Bezirksklasse. Die TTSG Lüdenscheid stieg in die Verbandsliga ab, der TuS Neuenrade zog seine „Erste“ aus der Bezirksklasse zurück. Als „befriedigend“ bezeichnete Schwarzkopf den Pokalspielbetrieb – und auch die Beteiligung an den Kreisranglisten sei unterm Strich ordentlich gewesen. Bei den Kreismeisterschaften hingegen sei es mit Blick auf die Zahl der Aktiven nicht gelungen, den Abwärtstrend zu stoppen. Kreisjugendwart Marc Stoman berichtete von einer weiteren „harmonisch verlaufenen Spielzeit“ in den Nachwuchsklassen.

„Die Mannschaftsstärken in unseren beiden verbliebenen Ligen auf Jugend- und Schülerebene haben sich zumindest gefestigt, sodass wir auch in der kommenden Saison einem geregelten Meisterschaftsverlauf auf Kreisebene entgegensehen können“, so Stoman, der sich zudem sehr über das erfolgreiche Abschneiden heimischer Talente bei den Bezirksranglisten freute. Stoman hielt allerdings auch fest, dass die Nachwuchsarbeit weiterhin schwierig sei. „Die breite Masse fehlt.“ Erfreut zeigte sich Markus Born, zusammen mit David Schröck auch Breitensportbeauftragter, über den Verlauf der Mini-Meisterschaften. Im Kreis Lüdenscheid fanden 2018/19 fünf Ortsentscheide dieser Breitensportaktion mit insgesamt 50 Mädchen und Jungen statt.

Die Saison 2019/20

Die Zelluloidbälle haben endgültig ausgedient. Gespielt werden darf in allen Klassen ausschließlich noch mit Plastikbällen. In einer Onlineabstimmung war bereits beschlossen worden, dass zur neuen Saison in der 1. Kreisklasse mit Vierer-Mannschaften gespielt wird. Während in der 1. und 2. Kreisklasse das sogenannte Werner-Scheffler-System zur Anwendung kommen wird, stimmten die Delegierten am Dienstag darüber ab, in der neu eingeführten 3. Kreisklasse im Braunschweiger System spielen zu lassen.

Jeweils zehn Teams spielen in der neuen Serie in der Kreisliga (Sechser-Mannschaften) und in der 1. Kreisklasse (Vierer-Mannschaften). Neun Teams gehen in der 2. Kreisklasse und acht Mannschaften in der 3. Kreisklasse an den Start. Der SV Affeln hat sich nach der TS Evingsen aus personellen Gründen aus der Kreisliga freiwillig in die 1. Kreisklasse zurückgezogen. Saisonstart ist das Wochenende 31. August/1. September. Im Nachwuchsbereich gilt es, sich an die neuen Bezeichnungen der Klassen zu gewöhnen – Jugend 10 für bisher Schüler/Schülerinnen D, Jugend 11 für bisher Schüler/Schülerinnen C, Jugend 13 für bisher Schüler/Schülerinnen B, Jugend 15 für bisher Schüler/Schülerinnen A, Jugend 18 für bisher Jungen/Mädchen.

Ehrungen

Die Vertreter des TuS Bierbaum (Kreisliga), TV Städtisch-Rahmede II (1. Kreisklasse), TS Evingsen II (2. Kreisklasse), Westfalia Werdohl (Jungen) und TTC Altena (Schüler) erhielten aus den Händen Schwarzkopfs jeweils die Meisterurkunden.

Wahlen

Markus Born (2. Vorsitzender), Edgar Schwarzkopf (Sportwart) und David Schröck (Beauftragter für Vereinsentwicklung) wurden einstimmig wiedergewählt – turnusgemäß für zwei Jahre. Einstimmig wurde Thomas Roberg vom TV StR zum Kassenprüfer gewählt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare