Fußball

Geschwächte Teams wollen ins Halbfinale

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Der SC Plettenberg um Marvin Vogel (links) träumt vom Pokalcoup gegen RWL.

Plettenberg - Fußball-A-Kreisligist SC Plettenberg träumt vom Pokalcoup, Rot-Weiß Lüdenscheid als klassenhöherer Gast hat das Halbfinale  gegen die FSV Werdohl im März mehr oder weniger fest eingeplant, wenn sich die beiden Kontrahenten im Krombacher Kreispokal am Donnerstagabend (20 Uhr, Sportplatz Elsewiese) gegenüberstehen. 

Emre Yigit und Tom Barnewitz als die einzigen im aktuellen Kader verbliebenen Plettenberg Spieler werden sich noch erinnern können: Vor gut drei Jahren standen sich der SCP, damals in der Kreisliga A lange vom Abstieg bedroht, und Bezirksligist RWL zuletzt im Kreispokalwettbewerb gegenüber. Es war ein spannender Abend am 22. September 2016, an dem der Außenseiter über sich hinauswuchs, zeitweilig mit 2:1 führte und sich dem 2:2-Endstand nach 120 Minuten erst im Elfmeterschießen geschlagen geben musste, weil RWL-Keeper Jonas Brackmann zwei Schüsse parieren konnte.

Eine ähnlich packende Auseinandersetzung im letzten ausstehenden Viertelfinale des aktuellen Cupwettbewerbs wäre an Halloween sicherlich ganz nach dem Geschmack der Gastgeber und ihrer Anhänger. Gesucht wird der Gegner des Landesligisten FSV Werdohl im Halbfinale, das am 25. März 2020 ausgetragen werden soll.

Nimmt man nur die Leistung der Plettenberger am vergangenen Sonntag als Maßstab, dürfte indes kaum Spannung aufkommen. Zu schwach präsentierten sich die Schwarz-Weißen am Honsel bei der 1:4-Pleite gegen den LTV 61. „Das war ein Satz mit x, das schlechteste Spiel in den letzten Jahren. Nichts hat funktioniert“, blickt SC-Trainer Christos Goulas zurück, liefert aber auch gleich eine Erklärung dafür mit: „Die Viererkette ist komplett ausgefallen und wir haben praktisch ohne Sturm gespielt.“

Kurzfristig war noch Torjäger Senel Yanik aus privaten Gründen ausgefallen, wird auch heute wie so viele nicht dabei sein. „Wir haben 14 Ausfälle. Das sind mehr Spieler, als übrig bleiben. Wir müssen versuchen, das über die zweite Mannschaft zu kompensieren“, ist Goulas wieder gezwungen, zu „basteln“, plant deshalb Fiedler, Assalmi und Djürken aus der Reserve mit in den Kader zu nehmen. Zwar kehren Yigit und Simon wieder zurück, aber dafür fehlt Barnewitz, ist Voigts Einsatz aus beruflichen Gründen fraglich und macht ein Mitwirken von Wodarz wenig Sinn.

RWL wird den Gastgeber allein aus der Erinnerung sicher nicht unterschätzen, hat aber das Erreichen des Halbfinales als klares Ziel ausgegeben, ist aber auch stark ersatzgeschwächt: Mit Neuke, Agostinho (nicht mehr im Kader), K. Yilmaz, Ö. Yilmaz, Viggiani (alle verletzt), Sattler (gesperrt) und Breitenbach (Urlaub) fallen sieben Akteure aus, dafür fasst Trainer Rost dreifach bei der B-Liga-Reserve nach (Tuz, Jindou und Akhabach).

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