Freude beim TuS Neuenrade, Leid beim VfB Altena

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Im direkten Vergleich hatte der VfB Altena um „Hansi“ Abanoz (am Ball) beim TuS Neuenrade mit 3:1 die Nase vorne. Im Klassement sind die Hönnestädter aber inzwischen an den Blau-Weißen vorbeigezogen.

Neuenrade/Altena - Allen personellen Problemen zum Trotz verbuchte der TuS Neuenrade in den vergangenen acht Punktspielen im Lüdenscheider Fußball-Kreisoberhaus 19 Zähler und mauserte sich klammheimlich, still und leise zu einem Top-Team.

Vor dem Hinrundenabschluss gegen Phoenix Halver eroberten die Hönnestädter Tabellenplatz drei, den der Ligarivale VfB Altena nach bitteren Niederlagen gegen TuRa Brügge und beim TSV Rönsahl räumen musste.

Die Gemütslagen an der Hönne und an der Lenne könnten in diesen Tagen unterschiedlicher kaum sein. Während TuS-Spielertrainer Sahin Murat „sehr glücklich mit der aktuellen Situation“ seines Teams ist, bläst VfB-Coach Fitim Zejnullahu Trübsal: „Ich bin enttäuscht von meiner Mannschaft. Wir machen uns in drei Halbzeiten eine bis dahin gute Saison kaputt.“

Das Thema Meisterschaft hat der Altenaer Übungsleiter nach der schwachen zweiten Hälfte gegen TuRa Brügge, als die Blau-Weißen nach einer 1:0-Pausenführung mit 2:3 den Kürzeren zogen, und nach den 90 Minuten an der Kreisgrenze zum Oberbergischen abgehakt. Bei der 1:4-Pleite beim TSV Rönsahl blieb der personell gebeutelte VfB am Sonntag spielerisch vieles schuldig, präsentierte sich nicht ansatzweise wie ein Spitzenteam.

Zejnullahu gab seinen Akteuren daraufhin bis Donnerstagabend trainingsfrei, um über die biedere Vorstellung in Rönsahl nachzudenken. Im Tableau rutschten die Burgstädter vor dem Hinrundenfinale gegen den SC Plettenberg auf Rang sechs ab, weisen neun Zähler auf das punktgleiche Spitzenduo TuS Herscheid und TuS Grünenbaum auf. „Auch wenn es für ganz oben nicht reicht, sollte aber zumindest ein Platz in den Top 3 weiter unser Ziel bleiben“, so Zejnullahu.

Vom dritten Rang grüßt aktuell der TuS Neuenrade. „Besser kann es für uns momentan eigentlich gar nicht sein. Wir haben in den letzten beiden Partien gegen Stöcken/Dahlerbrück und SC Plettenberg II zwar schlecht gespielt, aber eben doch gewonnen. 29 Punkte und Platz drei sind angesichts unserer vielen Ausfälle fantastisch. Ich weiß nicht, wo wir stehen würden, wenn Antonio Deleo, Patrick Tierney, Maxi Schenke oder Marius Kluin nicht verletzt oder oft verhindert gewesen wären. Vielleicht wäre der Rückstand nach oben dann noch kleiner“, mutmaßt Sahin Murat, der seit dem Rücktritt von Ralf Knipps zusammen mit Uwe Krug die sportliche Verantwortung trägt und allem Anschein nach hervorragende Arbeit leistet.

Obwohl die Hönnestädter bis auf sechs Zähler an die Tabellenspitze herangerobbt sind, möchte Sahin Murat nichts von höheren Zielen wissen. „Wenn wir nach den Spielen gegen Phoenix Halver und TuS Grünenbaum immer noch Dritter wären und auf diesem Platz in die Winterpause gehen könnten, wäre das Bombe. Über mehr sollten wir uns allerdings auch keine Gedanken machen“, so Allrounder Sahin Murat, der den TuS Grünenbaum für den heißesten Titelfavoriten hält und mit dieser Einschätzung beileibe nicht der einzige ist. - Von Lars Schäfer

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