Ernüchternde Bilanz in Affeln und Küntrop

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Zum Rückrundenstart kommt es am Sonntag zur Neuauflage des Derbys, das am ersten Spieltag im August 2:2 endete.

Affeln/Küntrop -  Die Hinrunde in der Arnsberger Fußball-Kreisliga A ist beendet. Doch weder der SV Affeln noch der SSV Küntrop dürften mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden sein. Während der SVA ein Déjà-vu der vergangenen Spielzeit erlebt, hat der Aufsteiger von der Dinneike Mühe, in der neuen Liga Fuß zu fassen.

Affelns Spielertrainer Stefan Merschmeier kommt die Situation bekannt vor. Nachdem die Stummel-Kicker in der vergangenen Spielzeit in den Abstiegskampf geraten waren, sollte 2014/15 alles anders und vor allem besser werden. Merschmeier und Geschäftsführer Christian Grammel stellten den Kader breiter auf, doch es half nichts: Verletzungen von Leistungsträgern wie Christian Linder oder dem aus Langenholthausen verpflichteten Ismet Keklik begünstigten, dass der SVA nach einem ordentlichen Start auf Rang zwölf abstürzte.

„Verletzungspech bedeutet schlechte Trainingsqualität und -quantität“, verdeutlicht Merschmeier die Problematik. „Ich habe nicht daran gedacht, dass wir mit so vielen Blessuren zu kämpfen haben“, sieht der 40-Jährige den personellen Notstand als Hauptursache dafür, dass seine Elf inzwischen seit acht Partien auf einen Sieg wartet.

Vielleicht wird das erste Rückrundenduell am kommenden Sonntag zum Wendepunkt für den SVA. Dann treten Merschmeier und Co. zum Lokalderby an der Küntroper Dinneike an. Auch beim SSV verlief die Hinserie nicht nach Wunsch. Geschäftsführer Jörg Wördemann nahm nach dem Aufstieg nur wenige Veränderungen am Kader vor, holte erfahrene Akteure wie Nicola Lategano oder Giancarlo Carbone aus der eigenen Reserve, dazu Angreifer Christopher Reddig vom TuS Langenholthausen. „Eigentlich haben wir gedacht, wir sind so gefestigt, dass wir nicht die ganz großen Probleme haben werden, die Klasse zu halten“, gibt Wördemann zu.

Doch der Schein trügte. Das lag zum einen am Verletzungspech in der Offensive, wo mit Sven Bludschuweit, Kevin De Wall und phasenweise Reddig Eckpfeiler wegbrachen. Zum anderen wurden Punkte gegen Kellerkinder wie den TuS Sundern II oder den SSV Allendorf liegen gelassen. Ex-Trainer Daniel Heidmann, unter dessen Regie im Frühjahr der Sprung in die A-Liga glückte, musste in der vergangenen Woche seinen Hut nehmen. Unter seinem Nachfolger Giuseppe Lategano gelang mit dem 5:1 gegen Hachen der erste „Dreier“ nach sieben sieglosen Spielen in Serie.

Damit sich eine solche Horror-Serie 2015 nicht wiederholt, soll der Kader in der Winterpause noch einmal verstärkt werden – laut Wördemann möglichst in allen Mannschaftsteilen. Eine Zusage liegt dem SSV-Macher bereits vor. Namen wollte er aber noch nicht nennen. - Von Christian Müller

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