Handball, Kreisliga A-Splitter

Linscheid dreht nach der Pause auf

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Kritische Blicke von der Linscheider Bank, die am Sonntag zumindest in der zweiten Halbzeit nicht angebracht waren. Mit 37:28 besiegten die Schalksmühler den TuS Grünenbaum.

Kreisgebiet – Ein unspektakuläres Wochenende liegt hinter den Mannschaften der Handball-Kreisliga A, denn Überraschungen blieben diesmal praktisch durch die Bank aus.

Während das Führungsduo TuS Linscheid-Heedfeld und HSG Lennestadt-Würdinghausen einmal mehr im Gleichschritt marschierte und immer mehr auf einen Showdown im direkten Duell am 4. Mai hindeutet, ist auch die Frage, wer den TV Schmallenberg in die Kreisliga B begleiten muss, noch unbeantwortet.

Ernsthaft in Frage für den zweiten und eventuell gar dritten Abstiegsplatz kommen der TuS Hilchenbach (13./12:24 Punkte), der im Endspurt „von oben“ verstärkte TV Olpe II (12./13:33) und der RSVE Siegen II (11./15:31). Theoretisch könnte es auch den TuS Fellinghausen (10./17:29) und die HSV Plettenberg/Werdohl II (9./18:28) noch treffen, anbrennen dürfte indes für beide nichts mehr

TuS Grünenbaum/ TuS Linscheid-Heedfeld

Die Derby-Spezialisten aus dem Halveraner Norden wurden ihrem Ruf am Sonntagnachmittag nicht gerecht. Unterm Strich deutlich setzte sich Tabellenführer TuS Linscheid-Heedfeld mit 37:28 (21:16) beim TuS Grünenbaum durch und verteidigte den „Platz an der Sonne“.

Während die Grünenbaumer nun in die Osterpause gehen, steht für den TuS am kommenden Samstag (17.30 Uhr, Löh) noch das prestigeträchtige Derby gegen die SGSH Dragons III auf dem Programm. Die Partie war seinerzeit aufgrund von Schiedsrichtermangel im Kreis abgesagt worden. Fehlen wird der Fischer-Sieben neben dem verletzten „Greg“ Czakler auch der zuletzt so überzeugende Linkshänder Philipp De Bie, der sich einer Fuß-Operation unterziehen muss und bis zum Saisonende ausfällt.

SGSH Dragons III

Im Duell mit den Hilchenbachern, die nach Olpes Erfolg über Schmallenberg jetzt Tabellenvorletzter sind, ließen sich die Dragons auch von einem zwischenzeitlichen Rückstand nicht nachhaltig beeindrucken. Nach insgesamt ausgeglichenen ersten 30 Minuten lag die SGSH-„Dritte“ zur Pause mit 12:14 im Hintertreffen, wendete nach dem Seitenwechsel das Blatt aber recht schnell.

Nur bis zum 14:16 (35.) durften sich die Gäste noch Hoffnung auf einen Auswärtscoup machen, der im Abstiegskampf äußerst wichtig gewesen wäre. Von 17:17 (39.) setzten sich die Dragons in der Folge bis auf 24:18 (48.) ab, was einer Vorentscheidung am Löh gleichkam.

HSV Plettenberg/W. II

Mit einem Sieg beim VTV Freier Grund hätte sich die HSV-Reserve aller Abstiegssorgen entledigen können. Am Ende aber musste sie das Parkett als 25:28-Verlierer verlassen und wartet weiterhin auf die Vollzugsmeldung in Sachen Klassenerhalt. „Kämpferisch war das absolut in Ordnung, aber insgesamt haben wir einfach zu viele Fehler gemacht“, bilanzierte Trainer Dirk Schulte und sprach damit das manches Mal zu offensive Deckungsverhalten und die vermeidbaren Ballverluste im Angriff an. „Wenigstens ein Punkt war eigentlich drin“, ärgerte sich HSV-Trainer Dirk Schulte.

Sport Union Altena

Die 16:28-Pleite bei Titelanwärter HSG Lennestadt-Würdinghausen war aus Sicht der Burgstädter eine vor allem in dieser Höhe völlig unnötige Niederlage. Auf die Verliererstraße geriet die SUA ausgerechnet in der Phase, als sie eigentlich drauf und dran war, den Tabellenzweiten in massive Schwierigkeiten zu bringen.

Beim Stand von 16:14 für die HSG bot sich den Gästen in Überzahl die Chance zum Anschlusstreffer. Doch Steffen Fischer scheiterte vom Siebenmeterpunkt (43.), und diese „Fahrkarte“ war der Anfang vom Ende. Denn die Hausherren spielten danach unbeirrt weiter und steigerten sich zu einem 10:0-Lauf, der die Gegenwehr der Altenaer zunehmend erlahmen ließ und in einer in dieser Deutlichkeit nicht erwarteten Niederlage gipfelte. Zuvor hatte sich die Holzrichter-Truppe weder vom 4:9-Rückstand nach 20 Minuten noch vom 8:14 zur Pause beeindrucken lassen und sich wieder herangearbeitet. Zum nächsten Mal im Einsatz ist die Sport Union am Gründonnerstag, 18. April; dann steht um 19.30 Uhr das Nachholspiel gegen den TV Schmallenberg an.

Der Spieltag in der statistischen Übersicht

TuS Grünenbaum – TuS Linscheid-Heedfeld 28:37 (16:21)Grünenbaum: Rafflenbeul, Prumbaum – Koncz (8/2), Wiebel (7), Körbi (4), Steinbach (4), Weitzel (3), L. Brosch (1), Seibel (1), Lüttringhaus, Roling, Wiemann – Linscheid: Buyna, Lüsebrink – Pennekamp (12), Krpacic (10), Schubert (6), Rittinghaus (3), Holzrichter (2), Lausberg (2), Fabian (1), Hegemann (1), Brunke, Nagel, Schneider  

SGSH Dragons III – TuS Hilchenbach 31:26 (12:14)SGSH III: Schulz, Rutenbeck – Hoffmann (7), Potberg (6/4), Meisterjahn (4), Wüllner (4), Blumberg (2), Jaschke (2), Kahlert (2), Hotze (1), Kewitsch (1), Reinhardt (1), Wischnewski (1) 

VTV Freier Grund – HSV Plettenberg/Werdohl II 28:25 (12:12) – HSV II: Zlobinski, Engels – Rose (9/6), Lukic (4), J. Lakic (3), Bürger (2), Greitemann (2), Hasenkamp (2), Schäfer (2), Kreikebaum (1), Cordt, Jaske, Schulz 

HSG Lennestadt-Würdinghausen – Sport Union Altena 28:16 (14:8) – SUA: Kapp – Hohage (6), Fischer (3/1), Ahmad (2), M. Scholz (2), von der Crone (2/1), J. Scholz (1), T. Coordt, Gritzmacher, Jastrzebski, Thaler, Webert

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