Kreissportbund und AOK: Menschen bewegen

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Ludger Gochermann und Ralf Jurka von der AOK Nord-West (links), unterzeichnen gemeinsam mit Günther Nülle und Georg Schebesta vom Kreissportbund den Kooperationsvertrag.

Märkischer Kreis - Ihre Zusammenarbeit hat Tradition: Bereits seit einigen Jahren gehen die AOK Nord-West und der Kreissportbund im Märkischen Kreis einen gemeinsamen Weg. Diese Kooperation wurde am Donnerstag in Form eines Vertrages besiegelt.

Von Martin Meyer

„Unser Ziel ist es dabei, die Menschen zu bewegen“, sagt Ralf Jurka, Abteilungsleiter Marketing bei der AOK. Dem kann Günther Nülle, erster Vorsitzender des Sportbundes, nur zustimmen: „Wir verstehen uns als Sprecher der 644 Vereine mit ihren insgesamt 120.000 Mitgliedern im Kreis. Deshalb unterstützen wir sie und versuchen ihnen neue Mitglieder zu bringen.“

Das gemeinsame Ziel brachte die beiden Institutionen schon vor langer Zeit auf die Idee, an einem Strang zu ziehen. 2007 stellten sie mit dem „Jolinchen“ ein offizielles Sportabzeichen für Erstklässler im Kreis auf die Beine. Im letzten Jahr wurde bereits das 5000. Abzeichen an einen jungen Sportler verliehen.

Ebenfalls trug die Kooperation der beiden beim Bewegungs-Atlas Früchte. In dem Heft, das der Sportbund in Lüdenscheid, entlang der Volme sowie in Iserlohn, Hemer, Menden und Balve herausgebracht hat sowie im Internet auf der Homepage des Bundes veröffentlichte, finden sich Vereinskontakte für 6 bis 16-Jährige. „Wir wollten den Kindergärten, Schulen und Ärzten etwas zur Verfügung stellen, das sie den Menschen an die Hand geben können – mit Erfolg. Unsere Zielgruppe ist darüber sehr froh“, sagt Günther Nülle.

Das Angebot des Sportbundes habe auch die AOK überzeugt, sagt Ralf Jurka. Auch der Krankenkasse sei sehr viel daran gelegen, etwas gegen die Bewegungslosigkeit von Kindern zu tun. „Wir sind sehr glücklich über die Kopperation. Wir können uns aufeinander verlassen“, meint der Vorsitzende des Sportbundes. Mit der Unterzeichnung des Vertrages wollen der Versicherer und die Sportlervertretung ihre Zusammenarbeit ausbauen und etwa Sportverein direkt mit ins Boot holen.

Beide Seiten hoffen, dass sie so weitere Aktionen, wie etwa die letztjährige Veranstaltung „Iserlohn bewegt sich“ an den Start bringen können. Die Verantwortlichen blicken in die gemeinsame Zukunft: Vorstellbar wäre etwa ein Sporttag in Lüdenscheid, den die Auszubildenen der AOK gestalten. Da der Kooperationsvertrag zu allen Seiten offen sei, könnte auch die Prävention von sexualisierter Gewalt ein Thema sein.

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