Klima? Wandeln?

Köln-Marathon dient als lobendes Beispiel

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Die Holzmedaille beim Köln-Marathon ersetzte die bisherige aus afrikanischem Holz gefertigte Erinnerungsstück.

Köln - Die Anspannung vor einem Rennen ist in der Regel groß, auch bei einem Hobbyläufer wie mir am vergangenen Sonntag gegen 8.30 Uhr am Deutzer Bahnhof. Dort startete im Rahmen des Kölner Marathons auch der Halbmarathon, neben mir sind weitere 16 000 Läufer am Start.

Eingeläutet wurde das Riesen-Event bis dato immer mit der „Dicken Berta“, einer großen Konfetti-Kanone des Karnevalsvereins Blaue Funken. Doch ab diesem Jahr ist alles anders, die Veranstalter haben sich auf die Fahnen geschrieben, die Veranstaltung nachhaltiger durchzuführen.

Kein Konfettiregen zum Start

Die Anspannung vor einem Rennen ist in der Regel groß, auch bei einem Hobbyläufer wie mir am vergangenen Sonntag gegen 8.30 Uhr am Deutzer Bahnhof. Dort startete im Rahmen des Kölner Marathons auch der Halbmarathon, neben mir sind weitere 16 000 Läufer am Start. Eingeläutet wurde das Riesen-Event bis dato immer mit der „Dicken Berta“, einer großen Konfetti-Kanone des Karnevalsvereins Blaue Funken. Doch ab diesem Jahr ist alles anders, die Veranstalter haben sich auf die Fahnen geschrieben, die Veranstaltung nachhaltiger durchzuführen. Es sollte so viel CO2 wie möglich vermieden werden.

Vorbei sollen die Zeiten sein, in denen die Mitarbeiter der Müllabfuhr tonnenweise Unrat wegschaffen müssen. Auch in Sachen Getränke hat sich etwas getan, 300 000 Becher aus verwertbarer Pappe und 100 000 Mehrwegbecher stehen am Wegesrand an den jeweiligen Ständen bereit und auch für die Entsorgung haben sich die Veranstalter etwas einfallen lassen. Die leeren Becher sollen in bereitstehende Fangnetze geschmissen werden. Auch ich versuche mich daran, nach der Aufnahme der Flüssigkeit das Fangnetz zu treffen – dies gelingt mir nicht immer, aber der Wille zählt. Ebenso wie bei den Verantwortlichen, das Unternehmen Klimaschutz und Großevent zu einen.

Großer Gefallen an neuen Holzmedaillen

Mit Sicherheit ist es an der ein oder anderen Stelle noch etwas holprig und die Hartschalenbecher sind für Läufer auch unhandlicher, aber zumindest zeigte die Veranstaltung auf, dass nicht nur vom Reden ein Wandel in der Gesellschaft stattfinden kann, sondern vieles einfach in die Tat umgesetzt werden muss, um die Leute zu animieren. Im Zielbereich finden auch viele Läufer einen großen Gefallen an den neuen Medaillen, die in diesem Jahr erstmalig aus europäischem Holz und nicht aus afrikanischem Metall angefertigt werden, um Treibhausgase einzusparen.

Ich hätte lieber eine hochwertigere Medaille erhalten, da bin ich ganz ehrlich. Aber wenn es der Umwelt dient und jeder Einzelne damit auch nur mit der Teilnahme seinen Anteil daran hat, ein Umdenken zu bewirken, habe ich damit kein Problem – andere Veranstaltungen sollten folgen.

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