TSP-Akteur streckt TuRaner nieder

Türk. Plettenberg - Eggenscheid: „Noch nie so eine Brutalität erlebt“

LokalsportMZV

[Update, 14 Uhr] Plettenberg/Lüdenscheid - Die Welle von Gewaltdelikten auf Sportplätzen im Fußballkreis Lüdenscheid ebbt einfach nicht ab – am Sonntag kam es im Anschluss an das B-Liga-Spitzenspiel Türkiyemspor Plettenberg gegen TuRa Eggenscheid (3:2) auf dem Sportplatz Oestertal zu äußerst unschönen Szenen.

Laut Polizeibericht rannte unmittelbar nach dem Abpfiff ein 32 Jahre alter Zuschauer aus Lüdenscheid auf den Sportplatz, lieferte sich dort eine Auseinandersetzung mit einem Plettenberger Spieler, in deren Verlauf der Zuschauer einen Kopfstoß erhielt. Er erlitt eine Platzwunde oberhalb des rechten Auges, wurde mit einem Rettungswagen ins Plettenberg gebracht. Seinen Kontrahenten, einen 21-jähriger Werdohler, erwartet ein Strafverfahren wegen Körperverletzung.

Aus Sicht von Eggenscheids Trainer Björn Maier und einem hiesigen Schiedsrichter, der das Spiel als Zuschauer verfolgt, und sich als Zeuge bei der Polizei zur Verfügung gestellt hat, stellt sich der Ablauf allerdings anders dar. Danach sei ein Plettenberger Spieler auf einen Eggenscheider Akteur, der im Spiel nach 83 Minuten die „Ampelkarte“ gesehen hatte, losgestürmt, habe seinen Kopf mit beiden Händen fixiert und ihm einen unglaublich wuchtigen Kopfstoß versetzt. 

Maier sprach von einem Cut, „wie ich ihn selbst beim Boxen noch nicht gesehen habe“, der Schiedsrichter von einer Brutalität, „wie ich sie auf einem Sportplatz noch nicht erlebt habe“. Direkt im Anschluss kam es zu Rudelbildungen, allerdings ohne weitere größere Handgreiflichkeiten.

Der TuRaner schließlich wurde ins Krankenhaus gebracht, wo eine sechs Zentimeter klaffende Platzwunde mit zehn Stichen genäht werden musste. Staffelleiter Mustafa Tekir hat den Plettenberger Akteur ab sofort bis auf weiteres gesperrt, wartet jetzt noch darauf, ob Referee Ulrich Schlieper einen Sonderbericht verfassen wird. Unabhängig davon ist klar, dass es neben dem Strafverfahren auch ein sportgerichtliches Nachspiel vor der KSK geben wird. - Ku

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