Kölner Haie - Iserlohn Roosters 2:1 OT

Pasanen-Team erst in der Verlängerung geschlagen

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KÖLN - Über diesen Punktgewinn dürfen sich die Iserlohn Roosters und ihre Fans freuen und vielleicht auch ein klein wenig ärgern. Nach einem guten Spiel schafften die Kölner Haie gestern Abend nach einer Raedeke-Führung 5:12 Minuten vor dem Ende den Ausgleich und siegten in der Verlängerung.

Trotzdem war es gerade in Anbetracht der Belastung der letzten Wochen ein starker Auftritt des IEC, der vielleicht auch zwei Zähler wert gewesen wäre. Zehn Schüsse auf das Kölner Tor, eine 1:0-Führung und deutlich mehr Spielanteile als in der Vergangenheit.

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Der nächste Coup des Pasanen-Teams

Das erste Drittel des Roosters-Matches in der Kölnarena war vielleicht der beste Abschnitt seit langer Zeit gegen den aktuellen Tabellenführer der DEL. Leichtfüßig auf den Schlittschuhen unterwegs störten und zerstörten die Sauerländer das gegnerische Spiel, standen in der Defensive unglaublich diszipliniert und sorgten dafür, dass die Scheibe schnell den Weg aus dem eigenen Verteidigungsdrittel fand.

Geholfen hat natürlich auch, dass die Blau-Weißen mit vier kompletten Reihen antreten konnten. Dusan Frosch schaffte es trotz seiner starken Prellung in den Schlittschuh. Hinzu kam ein frühes Führungstor, als Raedeke auf Zuspiel von York und Macek schon nach 151 Sekunden den Puck durch die Beine von Kölns Goalie Aus den Birken schob. Die Haie verwerteten ihre Gelegenheiten anschließend nicht. So ging es nicht unverdient mit einem knappen Vorsprung in die Kabine.

Der Mittelabschnitt. Auf Ansage von Trainer Uwe Krupp erhöhten die Gastgeber in den Anfangsminuten den Druck, versuchten die Roosters insbesondere mit Schüssen aus allen nur denkbaren Positionen in Schwierigkeiten zu bringen. Der Erfolg aber hielt sich in Grenzen. Zwar hatten es das Pasanen-Team im gesamten zweiten Drittel etwas schwerer sich aus der eigenen Zone zu befreien, wirklich hochkarätige Gelegenheiten hatten die Haie nicht. Das galt über weite Strecken auch für den IEC, der geduldiger wirkte.

Die Aussicht auf den Punktgewinnen verlieh Iserlohn auch im dritten Abschnitt die Power, Minute um Minute von der Uhr zu nehmen. Es war ein hoch spannender Eishockeyfight, in dem Ticar 5:12 Minuten vor dem Ende das 1:1 erzielte. In der Verlängerung arbeitete sich Tripp ins Drittel der Sauerländer und brachte die Scheibe vor dem Tor liegend zum Siegtreffer über die Linie. - Von Mirko Heintz

Haie: Aus den Birken – Lüdemann, Ankert; Tjernqvist, Krupp; Zerressen, Kranjc – Falk, Gogulla, Minard; Stephens, Ohmann, Tripp; Hagos, Ticar, Weiß; Robinson, Schmölz, Riefers.

Roosters: Lange – Jares, Kopitz; Raymond, Brennan; Orendorz, Teubert – York, Macek, Raedeke; Sertich, Connolly, Mulock; Foster, Giuliano, Frosch; Fischhaber, Hommel, Gödtel

Schiedsrichter: Brill (Zweibrücken), Schimm (Waldkraiburg)

Tore: 0:1 (02:31) Raedeke (York, Macek), 1:1 (54:48) Ticar (Tripp, Ohmann), 2:1 (62:51) Tripp (Lüdemann, Hagos)

Strafen: Haie: 0; Roosters: 6

Zuschauer: 10 508

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