Eishockey, DEL

Roosters verpassen vierten Sieg gegen die Haie

Kölner Haie – Iserlohn Roosters 
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Zum ersten Mal in dieser Saison mussten sich die Iserlohner gegen die Kölner geschlagen geben.

Köln – Diese Niederlage war absolut unnötig. Aufgrund zu wenig offensiver Kreativität und viel zu vieler Strafminuten verloren die Iserlohn Roosters ihr erstes Match unter Coach Brad Tapper gegen ersatzgeschwächte Haie.

20 Minuten waren in Köln gespielt, die Roosters fühlten sich nach dem ersten Drittel nicht nur als bessere Mannschaft, sie waren es auch. Trotzdem lag das Team vom Seilersee mit 0:2 hinten. Aber der Reihe nach: Schon der Start ins Match hätte nicht besser gelingen können. Aggressives Forechecking, Kölner Scheibenverluste und hervorragende Gelegenheiten durch Lowry und Sutter – da waren noch keine 90 Sekunden gespielt. Dann kassierte Raymond eine Strafe wegen Haltens, Moritz Müller bekam im Powerplay den Schuss von der blauen Linie, Ferraro fälschte ab, 1:0 (4.). 1:16 Minute später schoss Zerressen vom linken Bullykreis, Jenike fehlte die optimale Sicht und plötzlich führten die Haie 2:0.

So wurde die Arbeit für die Sauerländer schwer. Zwar hatten sie öfter und länger die Scheibe, hatten mehr Abschlüsse und 12:8-Schüsse. Trotzdem gingen die Haie mit der Führung vom Eis, weil Hannibal Weitzmann, der Kölner Goalie, sie im Spiel hielt. Verkehrte Welt!

Die sollte sich zu Beginn des Mittelabschnitts verändern. Die Haie verloren die Schreibe in der Zone der Sauerländer, Ankert passte zu Whitney, der gleich durchgestartet war. Dann folgte ein Zauberpass auf Grenier, der in der Mitte mitgelaufen war und Weitzmann keine Chance ließ (21.). Anschließend verpassten die Roosters ihre Chance, in Überzahl zum Ausgleich zu kommen, standen nach der Hinausstellung gegen Raedeke gut mit einem Mann weniger. Insgesamt blieb das Team vom Seilersee die präsentere Mannschaft mit den besseren Chancen. Unterzahl war auch im weiteren Verlauf die maßgebliche Aufgabe der Sauerländer, die von der 34. bis zur 39. Minute mit einem Mann weniger auf dem Eis standen, zwar keinen Gegentreffer kassierten, aber auch dem Ausgleich nicht wirklich näher kamen.

Veränderung suchte man auch im Schlussdrittel vergeblich. Die Roosters agierten nicht gradlinig, sondern viel zu kompliziert. Das Krupp-Team versuchte die Angriffsbemühungen der Sauerländer zu unterbinden. Dann musste Luca Dumont wegen eines hohen Stocks gegen Brody Sutter für vier Minuten vom Eis (56.). 2:05 Sekunden Powerplayzeit brauchen die Roosters, bis die Scheibe an Weitzmann vorbei ins Kölner Tor ging. Das 2:2 durch Lowry war verdient, fiel mit 6:4-Feldspielern, weil Tapper drei Minuten vor dem Ende auch Jenike gezogen hatte. Eine unnötige Strafe bringt die Iserlohner 43,5 Sekunden vor dem Ende wieder in Unterzahl, doch Jenike sicherte seiner Mannschaft schon mal einen wichtigen Punkt.

Anschließend bestimmten die Gäste die Overtime, prüften Weitzmann, doch Kölns Goalie hielt, ehe Sheppard zum Kölner Sieg traf.

Kölner Haie – Iserlohn Roosters 3:2 n.V. (2:0, 0:1, 0:1, 1:0)

Haie: Weitzmann – Gagné, Ugbekilé; D. Tiffels, Mo. Müller; Sennhenn, Zerressen – Sill, Ferraro, Dumont; Matsumoto, Ma. Müller, Barinka; Sheppard, Akeson, F. Tiffels; Zalewski, Köhler

Roosters: Jenike – Ankert, Reinhart; O´Connor, Baxmann; Riefers, Raymond; Buschmann – Grenier, Bailey, Whitney; Jentzsch, Weidner, Raedeke; Fleischer, Proske, Lautenschlager; Sutter, Aubin, Lowry

Schiedsrichter: Hunnius, Iwert

Tore: 1:0 (03:16) Ferraro (Mo. Müller, Zalewski/5:4), 2:0 (04:32) Zerressen (Barinka, Matsumoto), 2:1 (20:53) Grenier (Whitney, Ankert), 2:2 (57:23) Lowry (O´Connor, Whitney/6:4), 3:2 (63:53) Sheppard (Gagné, F. Tiffels)

Strafen: Haie 16 – Roosters 20

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