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A-Liga-Knüller im Reineckestadion: VfB trifft auf Kerefidis-Team

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Von: Michael Schneider, Lars Schäfer

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Das Hinspiel (Spielszene) gewann der TuS Linscheid-Heedfeld mit 4:1 gegen die Altenaer. © Thomas Machatzke

Vorhang auf für das Topspiel im Lüdenscheider Fußball-Kreisoberhaus: Am Sonntag trifft Spitzenreiter VfB Altena im Reineckestadion auf den Tabellendritten TuS Linscheid-Heedfeld.

Altena - Monatelang befand sich der VfB Altena im Lüdenscheider Fußball-Kreisoberhaus in der Rolle des lauernden Jägers. Bis Ende März. Während die Burgstädter einen 7:0-Pflichterfolg beim Schlusslicht SV Hellas Lüdenscheid einfuhren, patzte die Reserve des RSV Meinerzhagen beim TuS Stöcken-Dahlerbrück parallel mit 2:3. Der Jäger aus Altena (21 Spiele, 55 Punkte) übernahm die Tabellenführung vom RSV (20 Spiele, 52 Zähler) und durfte gleichzeitig die 3:4-Niederlage des dritten Titelanwärters, dem TuS Linscheid-Heedfeld (20 Spiele, 47 Punkte), beim TSV Lüdenscheid notieren. Kurzum: Meisterschaft und Bezirksliga-Aufstieg hat der VfB in der entscheidenden Saisonphase in der eigenen Hand. Der Jäger ist nun der Gejagte.

Neun Endspiele für den VfB

Neun Spiele haben die Altenaer noch vor der Brust. Wenn man so will, sind es neun Endspiele für die Mannschaft von Trainer Christian Weiß in einem Titel-Dreikampf, aus dem am kommenden Sonntag ein Zweikampf werden könnte. Denn: Im Reineckestadion steigt ab 15 Uhr das Spitzenspiel zwischen dem neuen Primus und dem Rangdritten TuS Linscheid-Heedfeld. Bleiben die Punkte am Pragpaul, läge das Team aus dem Schalksmühler Höhengebiet, das allerdings noch eine Partie mehr auszutragen hat, schon satte elf Zähler hinter dem VfB zurück.

Pils oder Selters...

Und die RSV-Reserve? Die steht am Sonntag beim TSV Oestertal vor keiner leichten Aufgabe. Das weiß man auch in Altena nur zu gut. Denn die Oestertaler waren in der Rückrunde die bislang einzige Mannschaft, gegen die die Burgstädter beim 2:2 am Pragpaul Federn ließen. Beim VfB werden am Sonntag sicherlich einige Zuschauer parallel den Live-Ticker unserer Zeitung verfolgen, das Team aber fokussiert sich allein auf den eigenen 90-Minüter gegen die Linscheider. Es sind die Wochen der Wahrheit im A-Liga-Titelrennen. Sekt oder Selters. Sorry: Pils oder Selters natürlich...

Wir haben es in der eigenen Hand.

VfB-Trainer Christian Weiß

„Wir schauen am Sonntag, aber auch insgesamt nur noch auf uns. Wenn wir unsere Aufgaben lösen und die Spiele gewinnen, dann steigen wir auch auf. Wir haben es in der eigenen Hand“, sagt Christian Weiß. Der 32-jährige VfB-Coach hat spätestens nach der Eroberung der Tabellenspitze gemerkt, dass auch im Umfeld Titelträume gereift sind. „Im Verein ist Bewegung, die Fans stehen voll hinter uns. Das merken auch die Jungs. Die Motivation ist groß, die Mannschaft hat richtig Bock – und die Trainingsbeteiligung ist auch richtig gut“, so Weiß, „wenn man auf einmal ganz oben steht, dann will man da auch nicht mehr weg.“

Gegen den TuS Linscheid-Heedfeld erwartet der VfB-Trainer am Sonntag einen heißen Tanz im Reineckestadion vor sicherlich sehr guter Kulisse. Die Schalksmühler sind neben dem TSV Werdohl eine von zwei Mannschaften, die den VfB in der Hinrunde bezwingen konnten. Mit 1:4 ging das Hinspiel aus Altenaer Sicht auf dem Sportplatz Kuhlenhagen verloren. Am Sonntag wollen sich die Burgstädter revanchieren, klar. „Für Linscheid ist es die letzte Chance. Wenn die oben dranbleiben wollen, müssen sie gewinnen. Dementsprechend erwarte ich auch einen starken Gegner“, betont Christian Weiß, der in der entscheidenden Saisonphase fast aus dem Vollen schöpfen kann. 

Die Ausgangslage ist klar, die Karten liegen auf dem Tisch, die Wahrheit – Vorsicht Phrase – liegt allein auf dem Platz. „Wir dürfen jetzt aber nicht verkrampfen, sondern brauchen weiterhin eine gewisse Lockerheit. Beim VfB wäre es für viele Jungs ein Traum, wenn es am Ende klappen würde“, sagt Christian Weiß.

Die Niederlage im letzten Spiel hat der Mannschaft durchaus geholfen. Der Druck liegt beim VfB, der zunächst nicht unbedingt aufsteigen muss, sich aber inzwischen klar zum Aufstiegswunsch bekannt hat.

TuS-Spielertrainer David Kerefidis

TuS-Spielertrainer David Kerefidis geht relativ entspannt in das Spitzenspiel: „Die Niederlage im letzten Spiel hat der Mannschaft durchaus geholfen. Der Druck liegt beim VfB, der zunächst nicht unbedingt aufsteigen muss, sich aber inzwischen klar zum Aufstiegswunsch bekannt hat.“ Der TuS selbst will sich am Pragpaul nicht verstecken: „Wir werden wie gewohnt offensiv agieren. Der 4:1-Sieg im Hinspiel ist kein Maßstab. Die heiße Phase beginnt jetzt“, lautet Kerefidis’ kämpferische Ansage vor dem Topspiel.

Personell sieht es bei den Linscheidern gut aus: Neben dem Langzeitverletzten Ertelt fehlt nur Morelli, und hinter dem Einsatz von Paulsen steht weiterhin ein Fragezeichen.

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