SCL will über die Zweikämpfe zum Erfolg

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SCL-Offensivspezialist Artur Krämer (links, im Duell mit GW Siegens Andreas Marzisz) und seine Teamkollegen möchten nach dem Auswärtscoup in Siegen auch gegen Salchendorf punkten.

Lüdenscheid -  Durch den ersten Saisonsieg in Siegen sind den Verantwortlichen des SC Lüdenscheid zwar Zentnerlasten genommen, aber die Bergstädter wollen nun auch nachlegen, um sich ins Tabellenmittelfeld absetzen zu können.

Von Jörg Hellwig

Die Aufgabe von Sonntag freilich hat’s in sich, denn mit Germania Salchendorf kommt ein angeschlagener Topfavorit auf die Kunstrasenanlage am Wehberg (15 Uhr): Angeschlagen, weil die Germanen zwar als Tabellenvierter mit elf Punkten aus sechs Spielen durchaus ordentlich gestartet sind, aber die böse 1:7-Schlappe vor 14 Tagen bei Mitfavorit Kiersper SC hat für ziemliche Ernüchterung rund um das Stadion Wüstefeld gesorgt.

Dennoch, für SCL-Spielertrainer Michael Dolezych bleiben die Salchendorfer ein heißer Titelanwärter: „Ein Ausrutscher kann passieren, aber von der Besetzung und dem spielerischen Potenzial her schätze ich die Germanen ganz hoch ein“, meint der Mittelfeldspieler, der wegen anhaltender Adduktorenprobleme ebenso wie in der Vorwoche wird zusehen müssen. Zudem fehlt Urlauber Kürschner, aber ansonsten hat sich die personelle Situation bei den Bergstädtern gegenüber dem Vorsonntag wieder gewaltig entschärft. Mo El Alami ist aus dem Urlaub zurück, Daniel Siegesmunds Dienstplan lässt einen Einsatz zu, auch Marvin Schreyer hat „Handball frei“ und steht genauso zur Verfügung wie die wiedergenesenen Felix König und Dominik Pinto. Nur der Einsatz von Christian Möller (Leisten- und Zehenverletzung) steht noch in den Sternen. „Damit ist das Aufgebot gut gefüllt,“ kann Dolezych auf Anleihen bei der Reserve verzichten.

„Ein Punkt wäre eine feine Sache“, hat der Spielertrainer angesichts der Gästequalität vor allem über den rechten Flügelflitzer Schaefer feste Zielvorstellungen und hält die für realisierbar. „Schnell in die Zweikämpfe kommen wie in Siegen“, heißt eines der Erfolgsrezepte, das freilich auf dem normal großen Feld am Wehberg schwerer zu realisieren ist als auf dem engen Platz der Siegener. Durch die Zweikämpfe will der SC versuchen, Ballverluste der Germanen zu erzwingen und dann schnell per Kurzpassspiel in die Spitze zu kombinieren. „Dann kann’s gelingen“, ist Michael Dolezych zuversichtlich.

SCL: Goldbach, Brongkoll – Liakopoulos, Kolodziej, Wolf, Ma. Dolezych, König, Schreyer, Möller (?), Der, Gawron, Schwenck, Lüthy, Krämer, Pinto, Stenmans ,Göttle, El Alami

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