Rot-Weiße als Außenseiter ins Hofbachtal-Stadion

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Marcel Schönrath (links, im Duell mit Toni Liakopoulos) ist mit RWL im Hofbach-Stadion zu Gast.

Lüdenscheid -  Der Respekt ist riesengroß und der Hausherr aufgrund exzellenter Jahresbilanz Favorit: Keine Frage, vor dem Duell zwischen dem VfL Klafeld-Geisweid und Rot-Weiß Lüdenscheid (Sonntag, 15 Uhr, Kunstrasen, Hofbach-Stadion) haben sich die Zeichen seit dem 4:1-Hinspielerfolg der Bergstädter gewandelt.

Von Jörg Hellwig

In der Vorrunde ein Abstiegskandidat, ist der Siegerländer Traditionsklub mit fünf Siegen aus fünf Spielen im neuen Jahr mit Riesenschritten in der Tabelle an der Elf von Trainer Robert Krumbholz vorbeimarschiert. Und Schuld an der „Hausse“ im Hofbachtal ist ausgerechnet wieder ein Ex-Rot-Weißer. Denn in der Winterpause löste mit Klaus Schmidt ein ehemaliger Lüdenscheider Zweitligaspieler den anderen Ex-Rot-Weißen, Carsten Brodbek, als Trainer ab und bildet nun mit dem dritten Ex-Bergstädter, dem Sportlichen Leiter Uwe Helmes die sportliche Doppelspitze beim VfL. Und zwar überaus erfolgreich: Denn der 63-Jährige führte den VfL trotz langer Fußballpause als „echte Respektsperson“ zur Optimalbilanz, hatte als „persönliche Beigabe“ in der Winterpause noch Sohn Dominik (SF Siegen II) im Gepäck.

„Die Mannschaft ist mit Sicherheit nicht mehr mit der der Hinrunde zu vergleichen“, ist Robert Krumbholz sicher, dass seine Truppe auf einen ganz starken Gastgeber trifft.

Weniger aus dem ersten Pflichtsieg des Jahres (7:3-Sieg im Stadtderby beim SV Hellas) als vielmehr aus dem völlig veränderten Personalaufgebot schöpft der Trainer aber Hoffnung, vielleicht einen Überraschungssieg im Hofbachtal landen zu können. Denn gerade in Sachen Spielgestaltung kann Krumbholz die Karten im Aufgebot ganz neu mischen, stehen ihm mit den zuletzt wochenlang fehlenden Timo Sommer, Lars Scheerer und Marco Carbotta doch gleich drei Kreativkräfte wieder zur Verfügung, die schmerzlich vermisst worden waren. In Klafeld muss Krumbholz nur noch auf den langzeitverletzten Neuzugang Rizzi, den gesperrten Besirlioglu sowie die durch einen Messeaufenthalt verhinderten Kidane und Reich verzichten.

Trotz der komfortablen Personalausstattung und eines 6:1-Vorjahressieges – damals auf Naturrasen – lässt Krumbholz gegen die Kneisel, Schölzke, Özer & Co zunächst Vorsicht walten. „Wir wollen aus einer sicheren Defensive spielen und werden dann sehen, was offensiv geht.“

RWL: Brackmann, Forkel – Vassos, Sattler, Katsaros, Özsoy, Polo, Sommer, Scheerer, Schönrath, Carbotta, Urbas, Tuz, Albrecht, Öztürk, Jindou

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