Schwade auf der Jagd nach Bestmarken

Tonnenweise Eisen stemmen und Trainingsqual für die WM-Titel und die Rekordjagd im Kraftdreikampf und Bankdrücken: Kirsten Schwade mit Trainer Peter Malfa.  

Lüdenscheid - Die Lüdenscheiderin Kirsten Schwade geht vom 15. bis zum 18. Oktober auf Bestmarkenjagd im Powerlifting der World-Powerlifting-Union.

Sie hat trainiert wie besessen, Eisen gestemmt wie verrückt, sich gequält und in den diversen Fitness-Studios und Trainingshallen geflucht für das ganz große Saisonziel: Die Lüdenscheiderin Kirsten Schwade möchte vom 15. bis 18. Oktober im irischen Limerick bei den Weltmeisterschaften im Powerlifting der WPU (World-Powerlifting-Union) noch einmal ganz groß absahnen.

Als eine von 15 deutschen Startern und Starterinnen geht die vielfache Deutsche-, Europa- und Welttitelträgerin der Masters im Bankdrücken diesmal gleich doppelt an die Gewichte: Sowohl in ihrer Spezialdisziplin, dem Bankdrücken, als auch im Kraftdreikampf, zu dem noch Knebeugen und Kreuzheben gehören, möchte die 61-Jährige nicht nur Weltmeisterin werden, sondern auch neue Bestmarken aufstellen oder zumindest an ihnen kratzen.

Denn das Konkurrenzfeld der Bediensteten in der städtischen Bauaufsicht wird trotz mittlerweile schon rund 300 Meldungen für die Weltmeisterschaften in der westirischen Metropole am Shannon River überschaubar – und deshalb möchte Kirsten Schwade vor allem durch Topleistungen überzeugen.

In ihrem erst dritten Kraftdreikampf strebt die Bergstädterin nach 245 und 290 kg auf der grünen Insel die 300-kg-Barriere an und fürs Bankdrücken hat die starke Frau aus dem Sauerland den Traum von der 100 Kg-Bestmarke ebenfalls noch nicht begraben. „So sind meine Planungen, inwieweit die sich freilich unter Wettkampfstress vor Ort umsetzen lassen, das kann ich nicht vorhersehen“. wird die WM auch für Kirsten Schwade noch zum großen Fragezeichen.

Zumal die routierte Wettkämpferin auch als Weltvize- und Deutschlandpräsidentin des Verbandes und zusätzlich auch als Kampfrichterin wieder alle ihre Multitaskingfähigkeiten in Irland abrufen muss.

Die Resonanz der WPF-Sportler auf die Titelkämpfe jedenfalls ist ausgesprochen erfreulich, verzeichnen die Organisatoren neben den üblichen Startern aus europäiischen Nationen wie Irland, England, Deutschland und Schweden auch die Rückkehr der Isländer und Niederländer in die Teilnehmerfelder, zudem etliche Starter aus diversen osteuropäischen Staaten. Und natürlich hoffen die europäischen WPU-Vertreter auch auf die eine oder andere Nennung aus Übersee.

Montags wieder auf dem Heimweg

Nach vier Wettkampftagen macht sich Kirsten Schwade dann montags wieder auf den Heimweg, entgegen sonstigen Gepflogenheiten schließt die Kraftsportlerin dem sportlichen Einsatz keinen Urlaub an.

„In Limerick war ich bereits einmal und habe den Aufenthalt zum Urlaub genutzt. Und jetzt ist die Jahreszeit ja nicht unbedingt top geeignet für einen Irland-Urlaub“, meint die Lüdenscheiderin. Sie hofft, mit mehr Gepäck als auf der Hinreise aufs Festland zurückzukehren: Nämlich mit zwei WM-Goldmedaillen im Gepäck, damit sich die wochenlange Schinderei auch gelohnt hat.

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