KSC verliert Spitzenspiel und muss nun zittern

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Im Spitzenspiel gegen den SV Ottfingen legten Andreas Kalman und der Kiersper SC eine Bauchlandung hin.

Kierspe - Entscheidung vertagt: Weil Bezirksliga-5-Tabellenführer Kiersper SC das Spitzenspiel gegen Verfolger SV Ottfingen verdient mit 0:1 (0:1) verlor, wird es im Rennen um Meisterschaft und Aufstieg stattdessen noch einmal richtig spannend. Denn Kierspes Vorsprung auf den sonntäglichen Gegner beträgt jetzt nur noch ein mageres Pünktchen.

Zwar begann der Tabellenführer flott und hatte durch Till Beckers Schuss, den SVO-Keeper Christoph Sauermann parierte (9.), auch die erste Torchance, doch letztlich reichte eine einzige Szene auf der Gegenseite aus, um der Wieczorek-Elf den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Knapp 24 Minuten waren gespielt, als SVO-„Abräumer“ Yasin Colak von links flankte und Torjäger Timo Halbe per Kopf zum 0:1 traf. Dieser Tiefschlag hatte nachhaltige Wirkung auf die Kiersper, denn bis zum Pausenpfiff gelang ihnen im Grunde gar nichts mehr. Und als Schiedsrichter Gerlach die Mannschaften endlich in die Kabinen entließ, musste sich der KSC sogar glücklich schätzen, dass er nicht noch höher in Rückstand lag. Halbe (27.), Felix Schwunk (30.) – seinen Flachschuss parierte Kierspes Keeper Christian Salmen ganz stark – und Nicolai Eich (31.) hätten die Partie nämlich vorzeitig zu Gunsten der schnörkellos nach vorn spielenden Ottfinger entscheiden können.

Was dann im zweiten Durchgang geschah, ist mit wenigen Worten zusammengefasst: Der KSC bestürmte das SVO-Tor, ohne aus dem Spiel heraus zu klaren Gelegenheiten zu kommen, die Gäste verteidigten und ließen auch dank ihrer körperlichen Präsenz im Zentrum nichts anbrennen. Bezeichnend: Einem Torerfolg am nächsten kamen die Kiersper bei einem Freistoß von der Strafraumgrenze, mit dem der zur Pause eingewechselte Andreas Kalman am gut reagierenden Sauermann scheiterte (74.).

„Wir waren spielbestimmend, haben aber vergessen, uns Torchancen zu erspielen“, stellte KSC-Trainer Andreas Wieczorek hinterher fest, betonte zugleich aber auch: „Wir haben es immer noch selbst in der Hand. Zwei Siege – und wir sind durch!“ Klar ist aber auch: Einen „Joker“ haben die Kiersper im Titelrennen mit den Wendener Klubs aus Ottfingen und Altenhof jetzt nicht mehr in der Hinterhand. Und ob es ein Vor- oder Nachteil für den KSC ist, dass sich der kommende Gegner Fortuna Freudenberg durch seine 2:4-Niederlage bei RW Lüdenscheid aus dem Aufstiegskampf verabschiedet hat, bleibt abzuwarten... – tbu

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