MSF Tornado versprechen Mörsch einen heißen Tanz

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Einschwören auf einen heißen Tanz: Die MSF Tornado Kierspe wollen am Sonntag im heimischen Motodrom ihre kleine Chance auf die Sensation beim Schopf packen.

Kierspe - Du hast keine Chance, also nutze sie – so könnte das Motto der Motoballer der MSF Tornado Kierspe für das zweite Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft lauten. Nach ihrer 4:9-Niederlage beim MSC Taifun Mörsch müssen die Volmestädter im Rückspiel am Sonntag (15 Uhr/Motodrom In der Helle) einen Fünf-Tore-Rückstand wettmachen, wenn sie doch noch ins Endspiel einziehen möchten.

Von Thomas Busch

Dass er mit seiner Mannschaft eine unmöglich erscheinende Mission vor der Brust hat, ist Tornado-Trainer Daniel Sachs sehr wohl bewusst. Was aber nichts daran ändert, dass die Volmestädter mit aller Macht versuchen wollen, ihre kleine Chance auf die Sensation zu nutzen: „Wir werden alles auf eine Karte setzen und vor eigenem Publikum noch einmal alles abrufen“, kündigt Sachs dem favorisierten Rekordmeister aus Baden einen heißen Tanz an. Denn klar ist trotz der Hypothek aus dem ersten Duell: „Wir freuen uns auf dieses Spiel und wollen immer noch ins Finale!“

Dass die MSF Tornado mit dem gesperrten Oliver Sinn einen wichtigen Leistungsträger ersetzen müssen, ist aus Sicht des Trainers „qualitativ natürlich eine Schwächung“. Aber Daniel Sachs setzt aufs Kollektiv: „Jetzt stehen eben andere mehr in der Verantwortung – das könnte sich auch positiv auswirken. Wir haben viele gute Leute in der Mannschaft!“

Ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg dürfte natürlich auch am Sonntag darin liegen, die beiden überragenden Taifun-Akteure Patrick Palach und Manuel Fitterer zu stoppen. Im Hinspiel gelang das nach dem Seitenwechsel bekanntlich nicht mehr, diesmal allerdings könnte den Tornados bei der Beschattung des Duos der langsamere Untergrund im Kiersper Motodrom entgegenkommen. Und sollte es den Gastgebern gelingen, den Aktionsradius von Palach und Fitterer einzuschränken, bliebe erst einmal abzuwarten, wie gut deren Nebenleute mit dem daraus resultierenden Mehr an „Ballzeit“ umgehen können.

Summa summarum sind die Kiersper also weit davon entfernt, die Flinte schon im Vorfeld ihrer „Mission impossible“ ins Korn zu werfen. Daniel Sachs untermauert die Ambitionen mit einer simplen Rechnung: „Fünf Tore müssen wir aufholen – das ist pro Viertel fast nur ein Tor...“

Von der grundsätzlichen Arithmetik her zählt in den Play-Offs die aus Fußball oder Handball hinlänglich bekannte Auswärtstorregel – und die besagt, dass bei Gleichstand nach Hin- und Rückspiel das Team in die nächste Runde einzieht, das mehr Auswärtstreffer erzielt hat. Heißt im konkreten Fall: Gewinnen die Tornados mit 5:0, 6:1, 7:2 oder 8:3, würde das genauso wie ein Sieg mit sechs oder mehr Toren Differenz das Weiterkommen bedeuten. Sollte es nach 80 Minuten 9:4 stehen, wird die Partie um 2x10 Minuten verlängert; fallen dort keine Tore, geht’s als letzte Instanz ins Elfmeterschießen. Bei allen anderen Resultaten mit fünf oder weniger Treffern Differenz würde das Pendel genauso zu Gunsten des MSC Taifun Mörsch ausschlagen wie bei einem Unentschieden oder einem Sieg der Badener in Kierspe.

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