Herzschlagfinale beschert TSV den Oberliga-Titel

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So sehen Sieger aus: Die TSV-Turner bejubeln den Oberliga-Titel.

Kierspe - Herzschlagfinale mit Happy-End: Dank einer überaus geschlossenen Mannschaftsleistung besiegten die Kunstturner des TSV Kierspe 79/04 die KTS Mettingen am Samstag mit 231,10:226,35 und sicherten sich damit den Meistertitel in der WTB-Oberliga.

Von Thomas Busch

Die räumlich beengte Turnhalle der Bismarckschule platzte aus allen Nähten, die stimmungsvolle Kulisse verlieh dem Saisonfinale einen würdigen Rahmen. Und sein Erscheinen dürfte am Ende keiner der Zuschauer bereut haben, denn Sauerländer und Tecklenburger lieferten sich ein äußerst packendes Duell und betrieben Werbung für das Leistungsturnen.

Dabei begann der Wettkampf mit einem Dämpfer für den TSV, denn weil er beim Aufwärmen mit dem Fuß umknickte, musste André Bienlein zur Eröffnung am Boden passen. Dennoch entschieden die Kiersper die erste Disziplin mit 40,50:38,75 für sich – ein Vorsprung, von dem sie fortan noch etwas zehren sollten. Denn obwohl der TSV nach zwei Abgängen am Pauschenpferd unterlag sowie nach der überragenden Vorstellung des Mettingers Martin Hemmer auch an den Ringen knapp den Kürzeren zog, lag er zur Hälfte des Wettkampfes noch hauchdünn mit 0,75 Zählern vorn.

Auch danach trennten die beiden Top-Riegen der WTB-Oberliga nur Wimpernschläge. Die Wertung am Sprung sah die Gäste mit acht Zehntelpunkten vorn, was einen Führungswechsel zur Folge hatte, der angesichts von 0,05 Punkten Vorsprung für die Mettinger aber so gering ausfiel wie nur eben möglich. Und Kierspes Konter folgte prompt: Weil Kevin Meisel (14,25) und Tobias Langwald (13,55) am Barren sogar den regionalligaerfahrenen Hemmer übertrumpften und auch André Bienlein eine 13er-Wertung erturnte, machten die Hütz-Schützlinge dort über drei Punkte gut und gingen mit einem Polster von 3,35 Zählern ans finale Gerät.

Wirklich beruhigend war das freilich nicht, denn das Reckturnen war in der Vergangenheit stets ein Schwachpunkt der Kiersper. Genau das traf diesmal aber nicht zu: Hendrik Wünsch und Youngster Jonathan Kuhbier turnten solide, Kevin Meisel gut, und Routinier Benjamin Gossow überzeugte mit 13,25 Punkten besonders. In der Endabrechnung behaupteten die Volmestädter damit ihren Vorsprung nicht nur, sondern bauten ihn abschließend noch um fast anderthalb weitere Zähler aus. Der Jubel kannte keine Grenzen, denn somit geht der Oberliga-Titel zum fünften Mal nach 1990, 1993, 1995 und 1996 an die Volme.

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