MSF Tornado träumen vom DM-Endspiel

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Im ersten DM-Halbfinale sind die MSF Tornado um Patrick Loskand (rechts) und Oliver Sinn am Samstag beim MSC Taifun Mörsch zu Gast.

Kierspe - DM-Vorschlussrunde, erster Teil: Das Halbfinal-Hinspiel um die Deutsche Motoball-Meisterschaft führt die MSF Tornado Kierspe am Samstag ins westliche Baden-Württemberg. In Mörsch, einem Ortsteil der 20 000-Einwohner-Stadt Rheinstetten, bekommt es der Meister der Bundesliga Nord ab 18 Uhr unter für ihn ungewohntem Flutlicht mit dem Süd-Zweiten MSC Taifun Mörsch zu tun.

Von Thomas Busch

Für die Gastgeber um ihren Trainer Holger Witzenbacher soll der Monat Oktober ein goldener werden: Über Kierspe wollen sie ins „Finale dahoam“. Im Mörscher Erwin-Schöffel-Stadion findet nämlich am 25. Oktober das DM-Endspiel statt, und dabei möchte sich der Lokalmatador natürlich nicht mit der Zuschauerrolle begnügen – schließlich darf sich der MSC Taifun mit stolzen 19 Titeln auch Rekordmeister nennen. „Die Erwartungshaltung ist natürlich eine andere als bei uns“, weiß Tornado-Trainer Daniel Sachs, doch den Traum vom Finale träumen auch die Volmestädter – auch und gerade, nachdem sie ihr primäres Ziel, in die Runde der letzten Vier vorzustoßen, souverän realisiert haben. „Und wenn man es bis ins Halbfinale geschafft hat, dann will man auch alles“, sagt Sachs.

Damit, wie die zumindest leicht favorisierten Mörscher um ihre Ausnahmekönner Manuel Fitterer und Patrick Palach zu knacken sind, hat sich der Coach der Kiersper in den vergangenen Wochen intensiv auseinandergesetzt. „Wir müssen versuchen, das schnelle Spiel des Gegners zu unterbinden“, benennt Daniel Sachs den zentralen Punkt seiner das Defensiv- und Aufbauspiel betreffenden Überlegungen. Bei der MBV Budel, die genauso wie der MSC Taifun auf einem Hartplatz spielt, der die Spielgeschwindigkeit deutlich erhöht, gelang das in der Runde zuvor nahezu wie gewünscht. Doch die Mörscher sind im Vergleich zu den Niederländern ein noch etwas größeres Kaliber. Freilich aber auch eines, mit dem die MSF Tornado mithalten können – das zeigte sich in diesem Frühjahr, als sie ein Freundschaftsspiel beim heutigen Gegner nur knapp mit 1:3 verloren. Wohl auch deshalb lobt Taifun-Coach Witzenbacher das „enorme Potenzial“ der Kiersper.

Letztere haben sich am vergangenen Wochenende mit einem Testspiel in Pattensen, das sie mit 6:0 für sich entschieden, auf die Partie am Samstag eingestimmt und dabei unter anderem auch noch einmal die eine oder andere Offensiv-Option erprobt. Dementsprechend gut vorbereitet macht sich der Tornado-Tross am späten Vormittag auf die Reise nach Rheinstetten. „In so einem Spiel entscheidet auch die Tagesform“, sagt Daniel Sachs und ergänzt: „Wenn wir einen guten Tag erwischen, dann sind wir in der Lage, in Mörsch ein gutes Ergebnis zu holen.“

Mit Blick auf das Rückspiel könnte „ein gutes Ergebnis“ auch schon eine Niederlage mit geringer Tordifferenz sein – schließlich bleiben den Tornados am 12. Oktober noch weitere 80 Minuten, um einen etwaigen Rückstand wettzumachen.

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