Schwache zweite Halbzeit lässt den Primus zittern

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KSC-Stürmer Felix Bably erzielte in Niederschelden sein zwölftes Saisontor.

Niederschelden -  Mit dem 13. „Dreier“ der Saison ist Tabellenführer Kiersper SC in die zweite Saisonhälfte der Fußball-Bezirksliga 5 gestartet. Mit 2:1 (1:0) setzte sich die Krahmer-Elf beim SuS Niederschelden durch, musste dabei aber bis zum Schlusspfiff um den Sieg zittern.

Anlaufschwierigkeiten offenbarte der KSC am Rosengarten zunächst nicht. Vielmehr war der Spitzenreiter sofort im Spiel, kombinierte gefällig und ließ nach hinten nichts anbrennen. Dementsprechend verdient war nach 24 Minuten auch die 1:0-Führung, bei der die Volmestädter nach Balleroberung kurz hinter der Mittellinie fast lehrbuchmäßig umschalteten. Über Müjdat Aktas und Philipp Stumpf kam der Ball zu Felix Bably, der den herausstürzenden SuS-Torhüter Tobias Dicke umkurvte und routiniert einschob.

Während Niederscheldens einzige nennenswerte Offensivaktion aus einem Freistoß bestand, den Michel Schöler an den Außenpfosten setzte (30.), hatten die Gäste vor der Pause zwei Mal die Chance, auf 2:0 zu erhöhen. Doch Torsten Dickes Handspiel sechs Meter vor dem Tor der Hausherren blieb ungeahndet und zog lediglich die Gelbe Karte für den zu Recht reklamierenden Stumpf nach sich (28.) und nach Doppelpass mit Jan Thomas zielte Francesco Inchingoli zu genau und setzte den Ball neben das SuS-Gehäuse (34.).

Die Halbzeitpause tat dem KSC dann alles andere als gut, denn mit dem Abpfiff des ersten Abschnitts hatte er ganz offensichtlich den Faden verloren. Dennoch deutete nach 53 Minuten alles auf einen ungefährdeten Sieg des Liga-Primus hin, als Baris Moumin den zweiten Gäste-Treffer markierte. Dieser war einer aus der Kategorie „Tor des Monats“: Etwa fünf, sechs Meter in der eigenen Hälfte kam Moumin an den Ball, sah, dass Keeper Dicke recht weit vor seinem Tor stand – und traf aus über 50 Metern in den Winkel. Der Jubel war groß, doch zur Sicherheit der ersten 45 Minuten fanden die Kiersper trotzdem nicht zurück. Im Gegenteil: Ungewohnte Stockfehler und schlechte Raumaufteilung prägten nun den Auftritt des „Wintermeisters“. Und als der eingewechselte Julian Kasprzik Daubs Rechtsflanke per Kopf zum Anschlusstor verwertete (63.), bekam der SuS Niederschelden Oberwasser. Kapital konnten die fußballerisch biederen Siegerländer daraus zwar nicht schlagen, doch anstatt eine entspannte Schlussphase zu erleben, musste der KSC-Anhang bis in die Nachspielzeit bangen, ehe der Sieg in trockenen Tüchern war.

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