Kontrahenten mit viel Respekt ins Kreisderby

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Dürften auch am Sonntag aufeinandertreffen: Lüdenscheids Matthias Urbas (links) und Kierspes Lasse Hüttebreucker.

Lüdenscheid/Kierspe -  Der Spitzenreiter zu Gast in der Bergstadt und die Rot-Weißen freuen sich darauf: Wenn der Kiersper SC am Sonntagnachmittag (14.30 Uhr, Kunstrasenplatz) seine Visitenkarte im Nattenberg-Stadion abgibt, dann trifft Trainer Sven Krahmer dort auf viele alte Freunde, wirkte er doch neun Jahre lang als Spieler und Trainer in der Bergstadt.

Von Jörg Hellwig

Freundschaft, die allerdings am Sonntag während der Partie ruhen wird, Platz macht für gegenseitig hohen Respekt: „Es kommt das alles überragende Team der Liga, das vor allem durch große Konstanz besticht. Das wird für uns eine enorm schwere Aufgabe“, lobt RWL-Trainer Thomas Dregger. Doch Gegenüber „Erich“ Krahmer gibt das Kompliment artig in die Kreisstadt zurück: „Seit dem Trainerwechsel hat sich Rot-Weiß ordentlich gemacht. Sieben Siege in den vergangenen neun Spielen zeigen deutlich, dass RWL besser ist als Platz sieben, eigentlich eine Spitzenmannschaft, durch die förmlich ein Ruck gegangen ist.“

„Das ist nett von Sven, aber als Spitzenteam sehe ich uns nicht, zumal wir anhaltend große Personalprobleme haben“, wiegelt Thomas Dregger zwar ab, gibt sich dennoch kämpferisch: „Wir werden auf alle Fälle bis zur letzten Sekunde beißen“, kündigt der RW-Coach dem Tabellenführer einen großen Kampf an: „Der KSC ist super, aber nicht unverwundbar, das hat ja Klafeld bewiesen.“

Aber RWL hat erneut eine große „Verlustliste“. Zu den gesperrten Tuz und Seckin („Rot“ bei der „Zweiten“) gesellen sich der Langzeitverletzte Izgi, dazu nun auch Scheerer (nach Schultereckgelenksprengung operiert) und wieder Maas (Zerrung des Hüftbeugers). Orfanos („Zweite“) ist aktuell kein Thema. Nach langen Verletzungspausen sind die wiedergenesenen Schönrath und Haering allenfalls Bank-Alternativen, eher könnte Rizzi Kandidat für die Scheerer-Rolle im Mittelfeld sein.

Sorgenfrei ist auch Krahmer nicht: Neben den Langzeitausfällen Kalman und Batgün fehlt auch der zuletzt überragende Stumpf (Bänderdehnung), steht zudem ein Fragezeichen hinter Keeper Salmen (Fußverletzung), dafür ist Till Becker nach abgelaufener Sperre wieder dabei.

„Natürlich wollen wir gewinnen“, formuliert der Gästecoach sein Ziel und ist deshalb nicht unfroh, dass am Nattenberg gespielt wird: Denn am Felderhof gab’s zuletzt zwei Niederlagen für den KSC, während die Bilanz in der Kreisstadt (5:2 und 3:3) zuletzt positiv war.

RWL: Brackmann, Reich – Vassos, Katsaros, Dunkel, Besirlioglu, Jindou, Haering, Carbotta, Sattler, Sommer, Urbas, Seckin, El Hadje, Platt, Rizzi (?), Schönrath (?), Orfanos

KSC: Salmen (?), Spalek – L. Becker, Hüttebreucker, Moumin, Musalf, Volk, T. Becker, Eick, Hense, Hoffmann, Inchingoli, Thomas, Aktas, Bably, Marczinkowski

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