Motoball

Keine Spannung vor dem Kiersper Derby

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Eine schlammige Angelegenheit war das erste Kiersper Derby der Saison, das die MSF Tornado mit 10:1 gewannen.

Kierspe – Prestigekampf ja, Spannung nein – auf diesen simplen Nenner lässt sich die Erwartungshaltung für das Kiersper Derby in der Motoball-Bundesliga Nord reduzieren.

Am Samstag ab 16.30 Uhr hat der MBC Kierspe Heimrecht gegen die MSF Tornado, und die Ausgangslage könnte eindeutiger nicht sein: Für die gastgebenden Blauen geht es ausschließlich um Schadensbegrenzung, die Roten wollen ihren 10:1-Sieg aus dem ersten Duell Ende April toppen.

„Ich formuliere es ‘mal so: Wir spielen mit und werden unser Bestes geben“, sagt MBC-Trainer Lothar Grabs – sehr wohl wissend, „dass Tornado haushoher Favorit ist“. Diese Rolle wiederum nimmt sein Gegenüber Daniel Sachs gerne an – ein zweistelliges Resultat ist für ihn absolute Pflicht, und gleichzeitig verspricht er dem Tornado-Anhang: „Wir werden gezielt an der Deutlichkeit des Ergebnisses arbeiten!“ Soll heißen: Obwohl die MSF Tornado die Derby-Bühne in Teilen auch dazu nutzen wollen, „Dinge umzusetzen, die wir im Training erarbeitet haben“, hat ein klarer Sieg Priorität.

Nun denn: Am designierten und am Ende mutmaßlich auch mehr oder minder deutlichen „Auswärtssieg“ des Nachbarn wird es für den MBC so oder so nichts zu rütteln geben. Denn während die Entwicklung bei den erwartungsgemäß auf Play-Off-Kurs liegenden Tornados seit der Auswärtsklatsche in Seelze am 2. Spieltag eindeutig nach oben zeigt, tritt der Lokalrivale auf der Stelle. Ein Sieg ist den Blauen bislang nur gegen den MSC Kobra Malchin gelungen – und sollten sie in acht Tagen das Rückspiel in Mecklenburg verlieren, würden sie sogar auf den letzten Tabellenplatz zurückfallen.

Dass die Schere zwischen den beiden Kiersper Vereinen so weit auseinanderklafft, ist für den neutralen Beobachter fraglos bedauerlich. Denn ein Derby – das Glasgower Old Firm als ältester fußballerischer Lokalkampf Europas lässt grüßen – lebt neben der Rivalität auch davon, dass es ein Spiel ist, in dem alles möglich ist. Für die Partie am Samstag gilt das aus hinlänglich erläuterten Gründen nicht: Es stellt sich einzig die Frage nach der Höhe. Entschuldigen jedoch muss sich der Favorit dafür nicht.

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