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Kernsportarten auf dem Prüfstand

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Der Unternehmensberater Holger Vetter moderierte die Ergebniskonferenz auf Schloss Oberwerries. ▪
Der Unternehmensberater Holger Vetter moderierte die Ergebniskonferenz auf Schloss Oberwerries. ▪ © Krüger

KREISGEBIET ▪ Was sind die Kernsportarten des Westfälischen Turnerbundes? Eine Frage, die noch nicht abschließend geklärt ist nach der WTB-Zukunftskonferenz im Sommer und den folgenden Diskussionen in Arbeitsgruppen.

Bei der Ergebniskonferenz in der Landesturnschule Schloss Oberwerries in Hamm gab es auch noch Anregungen in Sachen Verbandsstruktur oder Zukunft der Landesturnschule, über die lebhaft gesprochen wurde.

„Das Präsidium ist zu groß“

Auf der Zukunftskonferenz war die Frage gestellt worden, ob der Turnerbund überlebensfähig sei angesichts eines achtprozentigen Mitglieder-Rückgangs und einer zwölfprozentigen Einbuße der Beiträge in den vergangenen sechs Jahren. Angesichts dieser Entwicklungen sprach sich die Gruppe „Strukturreform“ nach den Worten ihres Sprechers Jürgen Beumeburg für Änderungen bei der Zusammensetzung von Präsidium und Hauptausschuss aus: „Wir sind der Meinung, dass das Präsidium zu groß ist.“

Das verkleinerte Präsidium solle sich vierteljährlich treffen, dafür ein Geschäftsführerendes Präsidium bestehend aus WTB-Präsident und drei Vizepräsidenten sowie dem Geschäftsführer, der beratend mitwirkt, mit monatlichen Zusammenkünften in den Vordergrund treten. Über einen neu zu schaffenden Verbandsrat solle den Gauen mehr Mitsprache eingeräumt werden, schlug Beumeburg weiter vor.

Während die Strukturreform-Gruppe den Bereich Fitness, Gesundheits- und Breitensport durch die Einrichtung eines Vizepräsidenten-Amtes Gymwelt gestärkt sehen wollte, tauchte dieser Bereich in den Ausführungen der Arbeitsgruppe „Stärkung der Kernsportarten des WTB“ nicht auf. Dies wurde kontrovers erörtert. Während Gruppensprecher Manfred Beier neben den olympischen Sportarten Gerätturnen, Trampolin und Rhythmische Sportgymnastik noch Rhönrad, Turnspiele und Mehrkämpfe zu den Kernsportarten zählte, führten andere Teilnehmer der Ergebniskonferenz aus, dass der Bereich Gymwelt derjenige sei, der erstarke.

Absteigen von „toten Pferden“

Oliver Rabe zitierte mit Blick auf die gar nicht mehr in allen Gauen vertretene Rhythmische Sportgymnastik ein Sprichwort der Lakota-Indianer: „Wenn du merkst, dass du auf einem toten Pferd reitest, steige ab“, und selbst Manfred Hagedorn, WTB-Vizepräsident Leistungssport, brach für den Gesundheits- und Breitensport eine Lanze. Weitere Gruppen hatten sich mit der WTB-Satzung, Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit, Dienstleistungen und der Turnschule Schloss Oberwerries befasst. Aus dem Lenne-Volme-Turngau nahm Thorsten Gödde (TuS Jahn Ohle) an der Konferenz teil.

Der Unternehmensberater Holger Vetter, der die Ergebniskonferenz moderierte, wies darauf hin, dass die Vorschläge noch erst von ihm in einem Bericht zusammengefasst werden. Diesen Bericht werde er in den Gauen, beim Präsidium und dem Hauptausschuss vorstellen sowie anschließend auf dem Landesturntag in Siegen. Für die Beschlussfassung über die zahlreichen Änderungen werde es wahrscheinlich notwendig werden, einen außerordentlichen Landesturntag einzuberufen, meinte Oliver Rabe, Sprecher der Arbeitsgruppe „Satzung“.

Axel Krüger

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