Fußball-Bezirksliga

Kaltstart für Bezirksliga-Quartett

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Raphael Schwarzer (links) und Kerim Yilmaz (rechts) peilen mit dem Staffel-6-Tabellenzweiten RW Lüdenscheid bei ETuS/DJK Schwerte einen weiteren Sieg an.l

Kreisgebiet - Wenige bis vier Testspiele, überwiegend schlechte bis ganz schlechte Trainingsbedingungen  die Punktspielfortsetzung am Sonntag gerät für das Quartett heimischer Fußball-Bezirksligisten in den Staffeln 5 und 6 zum regelrechten Kaltstart, dabei benötigen vor allem der TuS Grünenbaum und der Kiersper SC, aber auch der TuS Plettenberg, dringend Punkte im Abstiegskampf.

ASSV Letmathe - TuS Grünenbaum (15 Uhr, Waldsation Letmathe):  Schlusslicht Grünenbaum (5 Punkte) beim Tabellenvorletzten in Letmathe (8) – zur Saisonfortsetzung in der Staffel 6 steht das Kellerduell schlechthin auf der Agenda. Dass diese Begegnung speziell für die Halveraner schon Endspielcharakter hat, mag Neu-Trainer Niko Douros so nicht stehen lassen. „Aber“, sagt er, „verlieren wir dieses Spiel, wird es noch schwerer, die Klasse zu halten, als es ohnehin schon ist.“

Für das Projekt Klassenerhalt ist Douros im Winter auf die Kommandobrücke am Kreisch zurückgekehrt – wohl wissend, dass der momentane Acht-Punkte-Rückstand zum rettenden Ufer ohnehin schon kein Pappenstiel ist. Zusätzlich erschwert wird das Ganze durch die witterungsbedingt bescheidene Rückrundenvorbereitung. Gerade einmal „zwei, drei Einheiten auf grünem Platz“ habe seine Mannschaft absolvieren können, erzählt Douros.

Zwar ging die Generalprobe am Dienstag in Beyenburg daneben (0:3), unzufrieden war Douros mit der Vorstellung seiner Schützlinge vor allem im ersten Anschnitt jedoch nicht. Hinzu kommt: In Letmathe sind auch Mathias Neuhaus, Viktor Hense, Kevin Klahr und Elia König wieder an Bord.

ETuS/DJK Schwerte - RW Lüdenscheid (15.15 Uhr, EWG-Sportpark, Am Hohlen Wege):  Die Testspielsiege Schnee von gestern. „Nichts Neues“ sind für Trainer Martin Rost die widrigen Vorbereitungsbedingungen im Winter, „das ist doch normal“, sagt er vielmehr vor dem Gastspiel an der Ruhr. In den Tests hat der Coach das „mentale Stehvermögen“ noch ein bisschen vermisst, „in den zweiten Halbzeiten ist bei uns die Konzentrationsfähigkeit noch flöten gegangen, daran arbeiten wir und müssen noch zulegen“, sagt der Coach. „Der Fitnessstand ist bei den Spielern noch etwas unterschiedlich, das macht sich in den ersten Wochen noch bemerkbar.“ Fitness – ein ungewohntes Thema auch für Kapitän Richard Dissing, der nach fast elfwöchiger Pause wegen eines Muskelbündelrisses noch keine Option für die Startelf der Rot-Weißen sein wird.

Die Frage nach der Zielsetzung beantwortet der Coach ganz klar und entschlossen, obwohl die Urlauber Brackmann und Scheerer noch fehlen: „Wir wollen den Dreier."

Kiersper SC - SuS Niederschelden (15 Uhr, Stadion Felderhof):  Kellerduell auch in der Staffel 5 am Felderhof: Für den Kiersper SC geht es von fast null gleich auf hundert. Gleich als erstes Pflichtspiel des Jahres steht eine überaus wichtige Partie an: Die Volmestädter, die als 13. derzeit den letzten Nichtabstiegsplatz belegen, empfangen den einen Punkt und einen Tabellenplatz schlechter gestellten SuS Niederschelden mit Ex-KSC-Coach Andreas Wieczorek. Klar ist: Ein Sieg muss her, wenn der KSC in den kommenden Wochen einigermaßen in Ruhe arbeiten möchte. Denn das Feld  ist dicht gedrängt – weil den Rangsiebten gerade einmal sieben Zähler vom Schlusslicht trennen, spielen derzeit sage und schreibe zehn Mannschaften gegen den Abstieg.

Im Rahmen der Rückrundenvorbereitung konnte der KSC nur ein Testspiel absolvieren, das er 0:5 gegen Landesligist FV Wiehl verlor. „Wir haben in diesem Spiel einiges ausprobiert und experimentiert – auch mit Hinblick auf das Spiel gegen Niederschelden“, ordnet KSC-Trainer Marco Carbotta die hohe Niederlage relativierend ein.

FC Eiserfeld - TuS Plettenberg (15 Uhr, Stadion Helsbachtal):  In Sachen Testspielminuten sind die Plettenberger gegenüber den Siegerländern  klar im Vorteil. Sie konnten bis auf die Partie gegen den BC Eslohe alle Vorbereitungsspiele austragen, beim FC war das Gegenteil der Fall. Sämtliche Begegnungen mussten abgesagt oder abgebrochen werden.

Für den TuS, der dringend Zählbares braucht, spricht die Bilanz: Von den drei bisherigen Vergleichen gewannen die Plettenberger zwei und spielten einmal unentschieden.  Ansonsten darf der Tabellendritte aber durchaus auch nicht nur das Punktekonto als eigenes Plus sehen: Nach Ottfingen ist der FC auch die zweitbeste Heimmannschaft. „Das sind gute Fußballer, die einen schnellen Ball spielen, aggressiv und bissig. Es wird schwierig“, glaubt TuS-Trainerrückkehrer Kosta Michailidis, der aber nach der guten Leistung seiner Mannschaft beim 1:2 gegen die FSV Werdohl dennoch optimistisch ist.

„Die Mannschaft hat gegen die FSV ihr Potenzial gezeigt und muss dieses am Sonntag wieder abrufen. Wir wollen versuchen, einen Punkt mitzunehmen und gehen die Aufgabe selbstbewusst an. Wir konnten gut trainieren, brauchen aber auch ein bisschen Glück.“

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