Trainer können mit dem Remis leben

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Zwar schob Patrick Klatt in der Nachspielzeit die Kugel nicht nur an Keeper Jan Winter, sondern auch knapp am Tor vorbei, aber er drängte sich mit  starker Leistung für künftige Starteinsätze auf. 

Kierspe/Lüdenscheid - Das ganz große Los war das 1:1-Remis im Bezirksliga-Kreisderby zwischen dem Kiersper SC und RW Lüdenscheid am Sonntag auf dem Kunstrasen im Felderhof-Stadion im Titelkampf zweifellos für beide Lager nicht. Dazu sind mindestens neun Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Gerlingen eine zu hohe Bürde. Dennoch – unterm Strich lässt das Remis den Kontrahenten gemeinsam mit dem RSV Meinerzhagen aber angesichts ausstehender direkter Duelle mit den Kickern aus der Gemeinde Wenden durchaus Außenseiterchancen.

Und deshalb waren die Trainer über die Punkteteilung letztlich auch nicht unglücklich, zumal sie diese ohnehin als gerecht ansahen. „Sicher ist es für uns glücklich, dass die Lüdenscheider die letzte Großchance in der Nachspielzeit nicht genutzt haben, aber Rot-Weiß hätte sich sicher auch nicht beschweren können, wenn es zur Halbzeit 2:0 oder 3:0 für uns gestanden hätte. Insofern geht das Remis in Ordnung“, befand KSC-Coach Andreas Wieczorek, den aber in dieser Woche sicher die Frage beschäftigen wird, warum seine Mannschaft nach dem Führungstor von Phillip Stumpf nach der Pause die Spielkontrolle im Mittelfeld völlig aus den Händen gab.

Das wiederum darf sich sein Gegenüber Marco Sadowski auf die Fahnen schreiben. Er hatte trotz optisch klarer KSC-Vorteile zwar sein Team nicht so mäßig gesehen wie das Gros der mitgereisten Zuschauer, aber nach dem Pausenstand eine glückliche Hand mit taktischer und personeller Umstellung: Das Experiment mit einer hängenden Spitze wich wieder der Ausrichtung mit dem eingewechselten Patrick Klatt als echtem Stürmer. Hinten stellte er um auf eine Dreierkette mit einem als vierten Mann einrückenden Timo Sommer bei KSC-Ballbesitz. Und der Auftritt dieser Formation war mit dem vor der Pause nicht zu vergleichen.

Plötzlich bekamen die Hausherren im Deckungszentrum mit Baris Moumin und Ceco Inchingoli genau jene Tempoprobleme, die vor dem Wechsel noch der Gast gehabt hatte. Zudem gewannen die Kreisstädter nun das Gros der Zweikämpfe, mussten sich die Till Becker und Co an die Fersen der drückenden RWLer heften.

Nicht nur der Ausgleich Patrick Klatts machte deutlich, wie wichtig der Torjäger für Rot-Weiß ist, der angesichts seiner Reservistenrolle schon mit den Hufen gescharrt hatte. „Ich glaube aber, dass Patrick wegen Trainingsrückstands noch keine 90 Minuten durchspielen konnte“, meinte Trainer Sadowski. Gegen Rothemühle aber wird er kaum noch am quicken Angreifer vorbeikommen.

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