Motorsport

Wider ein neues „Seuchenjahr“

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Michel Schwellnus (rechts), der schnelle Nachwuchspilot mit Vater und Chefmechaniker Bernd Schwellnus sowie dem rennsporterfahrenen Bernd Schuller.

Lüdenscheid – Der Blick zurück sorgt noch immer für viel Frust, aber der junge Kartsportler Michel Schwellnus, Vater Bernd als Chefmechaniker und der langjährige ACL-Sportwart und internationale Zeitnahmekommissar Bernd Schuller schauen nach vorn auf die dritte Rundstreckensaison des 13-jährigen Michel, die viel Neuerungen bringt.

Sieben Motorschäden an den verplombten Viertaktaggregaten in der World Formula Serie, ein Rippenbruch des jungen Piloten und ein Unfall beim Bundesendlauf 2018 gehören der Vergangenheit an, das „Team Schwellnus“ hat sich komplett neu aufgestellt. Soll heißen: Mit neuem Redspeed-Kart aus dem italienischen Hause OTK geht ins die nächste Rundstreckenklasse, die X 30 Junior mit einem gegenüber der Seniorklasse von 30 auf 21 PS gedrosselten Zweitaktmotor.

Der dreht zwar bis zu gleich 16 000 Umdrehungen pro Minute, wird sich für die Brügger Motorsportler aber dennoch hoffentlich durch größere Standfestigkeit auszeichnen als die Vorjahresviertakter. Den Umstieg haben die Lüdenscheider Motosportler vor allem auch dank finanzieller Unterstützung durch die Sponsoren Peter Kubitz, Geschäftsführer von OEB-Schrauben, und Mate Renic, Geschäftsführer des Steakhauses Piepersloh, bewerkstelligen können, denn: „Motorsport ist teuer“, sagt Bernd Schwellnus und schaut wehmütig auf die schwer geschädigten Vorjahresaggregate in der Werkstatt.

Dass die Konkurrenz für Michel Schwellnus in der X30-Klasse größer und qualitativ höherwertig wird, schreckt den jungen Kartsportler nicht: „Ich will in der Gesamtwertung unter die ersten Fünf“, startet der X 30-Rookie zuversichtlich in die am Wochenende beginnende Saison. „Mindestens“, ergänzen Vater Bernd und Bernd Schuller unisono, wohl wissend, dass bei der Jagd um Zehntel- und Hundertstelsekunden Nuancen den Ausschlag geben können.

Viel versprechen sie sich vom neuen Kart, das mit im Windkanal „ertüftelten“ Front- und Lenksäulenspoiler für ein Plus von „drei Km/h auf den Geraden“ sorgen soll, so Bernd Schwellnus. Auch das Gewicht spielt eine große Rolle, „wenige Gramm machen schon einen Unterschied“, weiß Rennsport-Veteran Bernd Schuller, und Bernd Schwellnus droht dem Filius schmunzelnd „noch die eine oder andere Joggingrunde“ an, um möglichst nahe ans Gewichtslimit zu kommen. Dass es Michel nicht an Talent mangelt, hat er schon im „Seuchenjahr“ 2018 mit drei zweitbesten Trainingszeiten, einem zweiten und zwei dritten Plätzen hinreichend unter Beweis gestellt.

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