Kartsport

Michel Schwellnus startet in Cheb in die DNKM-Serie

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Die Saison kann beginnen für Michel Schwellnus (rechts): Gemeinsam mit seinem Vater Bernd (links) freut sich der Youngster in diesem Jahr über die Unterstützung des Sanitärbetriebs Laage (Inhaber Sven Laage), des Steakhouses Piepersloh, der Freien KFZ-Werkstatt Frank Gerhard und eines weiteren stillen Sponsors.

Lüdenscheid – Das Coronavirus hat weitläufig auch die Motorsportszene im Griff, zahlreiche Rennausfälle und ungewisse Zukunft in den nächsten Wochen und Monaten überschatten den Sportbetrieb. Und doch hat der Brügger Nachwuchskartpilot Michel Schwellnus eine Möglichkeit gefunden, im Jahr nach seiner kompletten WAKC-Saison, auch in diesem Jahr um Meisterschaftspunkte zu kämpfen.

Was im März mit einem reinen Testrennen aus Neugier begann, ist nun für das Restjahr die motorsportliche Zukunft des 14-jährigen Sauerländers: die Deutsch-Niederländische Kartmeisterschaft (DNKM). Zwar sind auch Starts in noch kommenden möglichen WAKC-Läufen nicht ausgeschlossen, zunächst aber stehen die Termine im Internationalen Kartplan im Fokus.

Denn die EU-Grenzen sind wieder geöffnet, in den Nachbarländern Veranstaltungen bis zu 500 Personen unter den jeweiligen Corona-Schutzmaßnahmen gestattet. So machten sich der Brügger Tross um Pilot Michel und Vater Bernd Schwellnus am Donnerstag auf den Weg ins tschechische Cheb, wo der nächste Meisterschaftslauf auf dem Programm steht und der junge Sauerländer auch im Vergleich mit erwachsenen Piloten in der Klasse 2 mit seinem ungedrosselten, 30 PS leistenden Kart mit einem IAME-Zweitakt-Motor eine Topplatzierung anstrebt. Dass die drin ist, zeigte sich für Schwellnus beim „Testlauf“ vor der Corona-Pause zum Saisonauftakt im niederländischen Assen: Im Qualifying steuerte der Lüdenscheider das Kart mit der Startnummer 999 nur knapp an der Pole-Position vorbei auf Rang zwei. Im Rennen wurde der Bergstädter bereits in der ersten Kurve von einem Hintermann „erwischt“, fiel weit zurück und beendete den Lauf als Siebter.

Im zweiten Lauf kämpfte sich Michael Schwellnus auf Rang drei nach vorn, den er bis 15 Sekunden vor Rennende auch behauptete. In der vorletzten Schikane landete Fabio Santillo im Heck von Michel Schwellnus’ Kart, schob sich am lädierten Youngster vorbei und beendete den Lauf auf Rang drei, während der Sauerländer auf Rang sechs zurückfiel, wie aber schon im ersten Rennen die zweitschnellste Rundenzeit auf den Asphalt gezaubert hatte. Indizien dafür, dass es für ihn nach den Ausfällen der Läufe in Belleben, Walldorf und Spa-Francorchamps auch in den Folgerennen weit nach vorne gehen kann. Vorausgesetzt, die Technik spielt mit und der Youngster gewöhnt sich an den raueren Umgang gegen die meist ältere Konkurrenz.

Die frühe Anreise an die 1200 Meter lange, modernsten Kartbahn in Tschechien soll die Chancen für Michel Schwellnus erhöhen, denn am gestrigen Freitag stand ein voller Trainingstag zur Verfügung, um die Strecke kennenzulernen und das Kart abzustimmen, hofft Vater Bernd Schwellnus auf gute Platzierungen in Qualifying und den beiden folgenden Rennen.

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