Kartsport: Halveraner Team erlebt turbulentes GTC-Finale

Ein nervenaufreibendes Saisonfinale in der GTC erlebte das Halveraner Ghostbusters-Team. Am Ende eines turbulenten Rennens reichte es zum angepeilten Podiumsplatz in der Beba-Cup-Wertung.

Halver - Auf dem Vogelsbergring in Wittgenborn fand am Wochenende das Finale der German Team Championchip (GTC) statt. Beim 12-Stunden-Rennen war auch das Halveraner Ghostbusters-Team vertreten, das ein nervenaufreibendes Saisonfinale erlebte.

Bereits beim freien Samstagstraining sowie im Qualifying gab es die ersten Rückschläge zu verdauen. Bei Niklas Bauckhage brach die Rippenprellung aus dem Rennen in Cheb wieder auf – Einsatz unmöglich. Zudem war der frische Reifensatz nicht in Ordnung, so dass das Fahrverhalten des Einsatzkarts nicht mehr mit dem vom Vortag zu vergleichen war.

Aufgrund von Startplatz 32 machte sich Ernüchterung breit. Startfahrer Dennis Knöbel sollte entsprechend versuchen, möglichst schnell Plätze gutzumachen, Teamchef Dietmar Sorge stellte derweil die Rennstrategie auf die nicht geplante Situation um. Knöbel erfüllte seinen Auftrag perfekt und fuhr kontinuierlich schnellere Rundenzeiten als der Konkurrent aus Köln. Derian Celik war der nächste Fahrer, und auch er schaffte es, klar bessere Rundenzeiten als der Mitstreiter um den Podiumsplatz hinzulegen. Fahrer Nummer drei war Semih Sorge, der aufgrund seiner Größe und seines Gewichtes die im Reglement vorgeschriebenen 90 Minuten „Heavy Hour“ (Fahrer und Kart 190 kg) fahren sollte. Sorge erledigte seinen Job genauso hervorragend wie Ines Neumann, die den fünften Turn fuhr. Alles lief nach Plan, doch dann folgten 15 Minuten, die alles über den Haufen warfen.

Eine fatale Viertelstunde

Mittlerweile saß erneut Semih Sorge im Kart, er fuhr sichtlich unrund und schaute mehrfach auf den rechten Hinterreifen. Direkt vor der Boxengasse flog der Halveraner dann von der Strecke und forderte direkt das Pacekart an – ein platter Reifen hatte sich von der Felge gelöst. Als kurze Zeit später auch noch ein defektes Achsschenkellager hinzu kam, war das Rennen praktisch gelaufen. Der Rückstand auf das Team MBS betrug vor dem zweiten Teil des Rennens am Sonntag bereits fünf Runden. Eigentlich ein unmögliches Unterfangen – doch eine kleine Chance sah Teamchef Dietmar Sorge noch. In der 3-Stunden-Wertung gab es Sonderpunkte zu holen.

Nun musste kalkuliert werden: Wann sollte gewechselt, wann getankt werden? Den Restart sollte Semih Sorge fahren, danach der Wechsel auf Dennis Knöbel, und die letzten drei Stunden gehörten dann Ines Neumann und Derian Celik. Gute Nachricht für die Halveraner: Auf der Strafenliste der Rennleitung tauchte die Startnummer 66 auf, das MBS-Team musste aufgrund eines nicht erfolgten Fahrerwechsels für eine Minute in die Strafbox und verlor dadurch fast zwei Runden. Der Rückstand war aufgeholt, die Halveraner befanden sich mit dem Team aus Köln in einer Runde, zudem war Derian Celik der schnellere Fahrer und fuhr die bestehende Lücke auf Sichtweite zu.

Wie geplant, erfolgte der Fahrerwechsel auf Ines Neumann, die schon nach wenigen Runden zum Überholen ansetzte und vorbeizog. Das scheinbar Unmögliche war geschafft, die Ghostbusters lagen im Kampf um das Podium vorne. Allerdings war das Rennen noch lange nicht beendet. Ein Tankstopp und ein Fahrerwechsel waren zu absolvieren. Das Pacekart musste auf die Strecke – der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel und den Tankstopp.

Platz drei in der Beba-Cup-Wertung

Dann der Schock: Ines Neumann hörte den Funkspruch nicht und fuhr an der Boxeneinfahrt vorbei, damit war die erkämpfte Position verloren. Der Abstand für Schlussfahrer Derian Celik betrug auf der Strecke fast eine Runde. Inklusive vieler zu überholender Karts ein nicht zu realisierendes Unterfangen. Also begann das große Rechnen um die Positionen in der Sonderwertung. Hier lagen die Ghostbusters im Beba-Cup auf Platz zwei, diese Sonderpunkte würden ausreichen, um den dritten Gesamtplatz im Cup zu festigen. Und es reichte: Nach einem unerhört spannenden Rennen sicherten sich die Halveraner in der Gesamtwertung des Beba-Cups Platz drei. Ein schöner Erfolg! Aufgrund der Reparaturen am Samstag reichte es in der Gesamtwertung des Rennens nur zu Platz 26, dafür allerdings in der 3-Stunden-Sonderwertung zu Gesamtplatz neun.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare