Bei fast allen Kämpfen Spannung bis zur Glocke

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Yannick Kern (rechts), Kickboxer aus der Kampfsportschule MKL, war einziger Lüdenscheider Vertreter im Hauptprogramm der Kingz Fight Night. Er unterlag seinem Gegner Eduard Domke aus Germersheim nach Punkten.

Lüdenscheid - Der heimliche Höhepunkt stand bereits nach der ersten Pause an: Yannick Kern war unter fünf Lokalmatadoren der einzige Kampfsportler, dessen Kampf im Hauptprogramm der „Kingz Fight Night“ in der Lüdenscheider Schützenhalle am Loh stattfand.

Trotz der großen Unterstützung seiner Familie und Freunde unter den 600 Zuschauer unterlag Kern jedoch nach Punkten – so blieb Vito Scimeca vom Veranstalter You Can Gym der einzige heimische Sieger des Samstagabends.

Insgesamt 15 Paarungen hatte Sergej Poschiwajlov, Trainer im You Can Gym in der Lösenbach in Lüdenscheid, zusammengestellt. Neben vier eigenen Schützlingen sowie Yannick Kern traten Aktive aus Iserlohner oder Waldbröler Kampfsportschulen in den Ring, aber auch Profi-Kämpfer aus den Niederlanden und Russland sowie Aktive aus vielen Teilen Deutschlands. Zwei Boxkämpfe waren angesetzt, dazu 13 K1-Kämpfe – K1 steht für ein Regelwerk, bei dem Techniken aus Kampfsportarten wie Boxen, Karate, Kickboxen, Taekwondo oder Muay Thai vereinigt werden. Dabei entfielen sieben Vergleiche im Vorprogramm auf die C-, D- und Jugend-Klassen, während das Hauptprogramm Kämpfe der A- und B-Klassen vorsah.

Kingz Fight Night Schützenhalle Lüdenscheid

Mit seinen Schülern Djavid Ibrahimli, Gulrachman Ratjikheil, Vito Scimeca und Dzabrail Murdalow war Poschiwaljow im Vorprogramm nahezu im Dauer-Einsatz. Während Ibrahimli gegen den Niederländer Attila Karakayali die einzige K.o.-Niederlage des Tages einstecken musste, überzeugte Scimeca in drei Runden gegen den aus dem zentralrussischen Orjol angereisten Wladimir Stroev und siegte verdient nach Punkten. Ratjikheil und Murdalow verloren ihre Kämpfe jeweils nach Punkten.

Kern nach Treffer am Kopf verunsichert

Dass das Urteil der drei Punktrichter gerecht war, davon war auch der Lüdenscheider Yannick Kern nach seiner Niederlage gegen den Germersheimer Eduard Domke überzeugt. „Ich bin von einem Kick am Kopf getroffen worden, den ich überhaupt nicht gesehen habe“, zollte der 24-Jährige seinem Gegner für dessen blitzartige, vorentscheidende Attacke Respekt. Verunsichert und mit Schmerzen im Gesicht, habe er seinen Gegner in der zweiten und dritten Runde stark gemacht. Während bei Yannick Kern Enttäuschung vorherrschte, war sein Trainer Diedrich Strekert von der Kampfsportschule MKL keineswegs unzufrieden: „Das war ein Super-Kampf.“

Veranstalter freut sich: Publikum zufrieden

Ähnliche Urteile hörten Sergej Poschiwajlov und sein Partner Sergej Odenbach immer wieder aus dem Publikum, in dem sich mit den Erfurtern Enriko und Juri Kehl auch Kickbox-Prominenz befand. „Ich habe die Fightcard präzise zusammenstellt, dadurch konnte man die Kämpfe bis zur Glocke am Ende genießen“, atmete Poschiwajlov erleichtert durch. Zufriedene Zuschauer und ein Abend ohne Verletzungen seien für ihn die schönsten Ergebnisse. Schließlich, fügte er hinzu, steckten in der „Kingz Fight Night“ elf Monate Vorbereitungszeit.

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