Michael Meyer siegt im Sindelfinger Glaspalast

Jubel pur: Michael Meyer schreit seine Freude geradzu heraus, sicherte er sich doch quasi in letzter Sekunde den Turniersieg.

SINDELFINGEN - Sechs Teilnehmer von Olympic Taekwondo Lüdenscheid erkämpften sich am Wochenende beim internationalen Park-Pokal-Turnier im Sindelfinger Glaspalast fünf Podestplätze.

Der Wettbewerb bot Freikämpfern und Poomsae-Läufern eine Plattform. Tina Neuhaus (Senioren bis 57 kg), Emilie Schäfer, Aylin Agil, Edwin Schäfer (alle Jugend C bis 35 kg), Mario Faross (Senioren Ü30 bis 80 kg) und Michael Meyer (Senioren Ü40 bis 80 kg) waren mit dabei.

Als erste Lüdenscheider Akteurin bestritt Tina Neuhaus ihren Kampf gegen Kathrin Kimmling von der Bayerischen-Taekwondo-Union. Mit 3:1 bezwang sie ihre Gegnerin und zog ins Halbfinale ein. Dort traf sie mit Viktoria Rotenberger (BTU) auf eine alte Bekannte, die sie 2012 beim Park-Pokal im Finale geschlagen hatte. Das ausgeglichene Duell entschied Rotenberger mit 2:1 für sich, gleichbedeutend mit Rang drei für Neuhaus.

Im Anschluss kämpfte Michael Meyer gegen den Studenten-Vizeweltmeister von 1996, Oliver Knecht von der TKD-Gemeinschaft Allgäu. Gleich zu Beginn kassierte Meyer einen Fauststoß auf den Kehlkopf. Nach kurzer Pause setzte Meyer den Kampf fort und gewann das Halbfinale. Im Finale duellierte er sich mit Markus Zadra, den er in Turin bei den World Masters Games 2013 geschlagen hatte. Hier kam es zu einem dramatischen Schlagabtausch: Zadra ging mit einem Fauststoß fünf Sekunden vor Schluss der dritten Runde mit 1:0 in Führung. Siegessicher drehte er ab und jubelte, doch Meyer setzte sofort nach und landete zwei Sekunden später den siegbringenden Kopftreffer.

Nun war Mario Faross gefordert, der auf Fuat Aydogan von Taifun Hannover traf. Faross hatte keine Mühe, siegte in Runde zwei und zog ins Finale ein. Sein Gegner hier war Alexander Riffel von der Sportgemeinschaft Ostalb. Von einer Fußprellung aus dem Vorkampf beeinträchtigt, verlor Faross das Finale.

Am Ende des ersten Wettkampftages debütierten Emilie Schäfer und Aylin Agil bei einem Turnier dieser Größenordnung. Agil begann gegen die Österreicherin Kathrin Wopfner von den TKD-Scorpions. Zum Schluss der zweiten Runde ging sie mit 8:7 in Führung. Durch einen Tieftritt von Wopfner war Agil kurz außer Gefecht, sodass ihre Gegnerin einen Kopftreffer landete. Obwohl der Kampfrichter den Tieftritt mit einem Gam-Jeom (ein Punkt Abzug) geahndet hatte, ließ er die Punkte für den darauffolgenden Kopftreffer bestehen. So hieß es am Ende 9:14 aus Sicht der Lüdenscheiderin, die sich mit der Bronzemedaille tröstete.

Nun lag es an Emilie Schäfer, die Finalchancen gegen die Italienerin Sturari zu wahren. Schäfer kontrollierte das Geschehen von Beginn an und zog mit 4:1 ins Finale ein. Dort stand ihr Kathrin Wopfner, die zuvor Schäfers Mannschaftskameradin Agil ausgeschaltet hatte, gegenüber. Die Österreicherin nutzte ihre Größenvorteile und ging mit 4:1 in Führung. Obwohl Emilie Schäfer durch einen Kopftreffer den Rückstand nochmal verkürzte, gar ausglich, unterlag sie mit 4:6 und belegte den zweiten Platz.

Am Sonntag startete die Finalistin vom Vortag in ihrer Altersklasse (bis 14 Jahre) mit 25 Teilnehmern im Poomsae Formenlaufen. Mit zehn Jahren war sie die jüngste Starterin und erkämpfte sich einen respektablen fünften Platz. Ihr Bruder Edwin startete ebenfalls, schied jedoch gegen den späteren Turniersieger im ersten Kampf aus. Dennoch: Mit der Gesamtbilanz von fünf Podestplätzen waren die Verantwortlichen sehr zufrieden. - mm/ele

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