Europa-Bronze für Taekwondoka Mario Faroß

Mario Faross (links) und Michael Meyer von Olympic Taekwondo Lüdenscheid waren über die Entscheidungen der Wettkampfrichter enttäuscht.

Lüdenscheid - Mit enttäuschten Mienen landeten die beiden Lüdenscheider Taekwondoka Michael Meyer und Mario Faroß am Montagnachmittag am Kölner Flughafen. Mit jeweils zwei Niederlagen aus zwei Wettkämpfen blieben sie bei den European Masters Games in Nizza hinter den eigenen Erwartungen.

Mit über einer Stunde Verspätung landete der Airbus in Köln – nach der heftigen Unwetterlage am Wochenende sei die Situation sehr chaotisch gewesen: „Es sind sehr viele Flüge ausgefallen. Wir können froh sein, dass wir überhaupt weggekommen sind“, so Meyer nach der Landung. Ähnlich chaotisch wie die Situation am französischen Flughafen sei auch die Turnierorganisation gewesen: „Das Wort Organisation darf man in dem Zusammenhang gar nicht benutzen. Das haben wir von den Masters Games in den vergangenen Jahren viel besser in Erinnerung“, so Meyer.

Das schwere Unwetter, dass zahlreiche Menschenleben im Süden Frankreichs forderte, beschädigte auch die Hotels der Sportler schwer: „Bis zur vierten Etage ist unser Hotel nun Kernschrott. Wir hatten unsere Zimmer in der siebten Etage und selbst dort sind wir ziemlich nass geworden.“

6,5 Kilometer Fußmarsch zum Wettkampf

„Da die Hotels weiträumig ausgebucht waren, wurde durch Zustellbetten gewährleistet, dass man zumindest trocken liegen kann“, schildert Meyer die dramatische Situation vor Ort. Da wegen des Wetters weder Busse noch Taxen fuhren, mussten Meyer und Faroß den 6,5 Kilometer langen zur Wettkampfstätte zu Fuß antreten: „Den Formenlauf mussten wir daher mit dicken Beinen absolvieren. Kurz nach unserer Ankunft wurden wir bereits aufgerufen“, so Meyer. Er und Faroß unterlagen in der Hobbyklasse des Formenbereiches beide mit 1:2 und wurden Fünfte in ihrer Altersklasse. Im Vollkontakt der Profis gingen beide zwar erholt an den Start, wurden jedoch durch schwache Schiedsrichter ausgebremst. Wegen eines vermeintlichen Kopftreffers wurden Meyers Gegner entscheidende Punkte zum 5:2-Sieg zugesprochen: „Alle Zuschauer waren sich einig, dass der Fuß meinen Kopf um 20 Zentimeter verfehlt hat.“ Nur die Schiedsrichter, die vom Regionalverband und nicht – wie es das Reglement besagt – vom Nationalverband gestellt wurden, sahen dies nicht. Faroß belegte den dritten Platz in der Klasse der über 35-Jährigen über 80 Kilo. „Mit besseren Wettkampfrichtern wäre ich wohl ins Finale gekommen“, so Faroß.

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