Cetinkaya stellt Bodenkampf in den Mittelpunkt

Ismail Cetinkaya (links) stellte Techniken aus dem Bodenkampf, dem sogenannten Grappling, in den Mittelpunkt. Foto: Krüger

Lüdenscheid - Den ersten Lehrgang in Mixed Martial Arts, einer Mischung aus verschiedenen Kampfsportarten, in der Sportschule „You Can Gym“ leitete vor drei Jahren Artur Kyschenko. „Ein Klitschko des Kickboxens“, urteilte der Lüdenscheider Orhan Güngör, der für eine weitere Fortbildung am Pfingstsamstag einen ähnlich in der Szene renommierten Referenten gewonnen hatte. Ismail Cetinkaya aus Hamburg ging mit den Teilnehmern vor allem Bodenkampf-Techniken.

Von Axel Krüger

Mixed Martial Arts oder kurz MMA, steht für Vollkontakt-Kampfsport-Wettbewerbe, bei denen Techniken verschiedener Disziplinen wie Boxen, Ringen, Kickboxen, Judo, Kung-Fu und so weiter vermischt werden dürfen. Insofern verstehen sich die MMA-Kämpfer in der Tradition der Sportart Pankration aus dem antiken Griechenland, wo im Rahmen der Olympischen Spiele ermittelt werden sollte, ob Ringer oder Boxer die besseren Kämpfer sind – so waren beim Pankration sowohl Schläge als auch Griffe erlaubt. Ismail Cetinkaya, Profi-Kämpfer sowie Trainer, gab im „You Can Gym“ den Techniken aus dem Bodenkampf, dem sogenannten Grappling, den Vorzug.

Bessere Technik setzt sich gegen Kraft durch

„Heute geht es um Brazilian Jiu-Jitsu, und zwar um Hebeltechniken, also Kniehebel, Armhebel, Würgehebel und so weiter“, erklärte der Hamburger. Dabei legte der 32-Jährige, dessen Karriere auch in dem Dokumentarfilm „Krieger Vater König“ nachgezeichnet wird, Wert auf solche Griffe, die möglichst keine Schmerzen verursachen. Dabei betonte er, dass sich immer die bessere Technik gegen Masse und Kraft durchsetze: „Hier sind 120-Kilo-Jungs, die werden von einem 60-Kilo-Mädchen zur Aufgabe gezwungen.“

Mixed Martial Arts in Region bekannter machen

Veranstalter des Lehrgangs an der Lösenbacher Landstraße mit 22 Teilnehmern aus Lüdenscheid und darüber hinaus waren „You Can Gym“-Betreiber Sergej Poschiwajov sowie Orhan Güngör, der als Veranstalter von zwei „Kingz Fight Night“-Wettbewerben in der Brügger Vereinshalle aufgetreten ist. Die Lüdenscheider bezeichnen sich als „leidenschaftliche Kampfsportler“ und wollen Mixed Martial Arts in der Region bekannter machen.

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