Tennis

Zurück in der Verbandsliga

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Freuen sich auf die neue Tennis-Saison und hoffen, dass diese auch stattfindet: Ben Pfeiffer (links) und Moritz Pieper.

Lüdenscheid – Ob die Sommersaison im Tennis tatsächlich am 3. Mai beginnt, steht angesichts der Coronovirus-Problematik in den Sternen. Sollte sie in der Verbandsliga des Westfälischen Tennis-Verbandes aber an diesem Tag die ersten Matches bringen, dann würde zum Start auf den Lüdenscheider TV von 1899 eine Reise nach Dorsten warten.

Am Montag hat der WTV die Staffeleinteilungen und Spielpläne für seine Spielklassen veröffentlicht. Die Bergstädter sind nach einem Jahr in der Südwestfalenliga zurück auf Westfalenebene, auf der sie in den vergangenen zwei Jahrzehnten bis zum Abstieg 2018 stets dabei waren. Und fernab aller Schwierigkeiten und Sorgen, die das Leben dieser Tage bestimmen, freuen sich die Tennisspieler vom Stadtpark natürlich auf ihre Rückkehr in diese Spielklasse, die eine durchaus anspruchsvolle Herausforderung darstellt.

Zwei Verbandsligen mit jeweils acht Mannschaften gibt es. Der LTV 99 hat eine Gegnerschaft mit zwei Zweitvertretungen erwischt, nicht aber mit dem hoch eingeschätzten Nachbarn TC Iserlohn II, der in der Nachbarstaffel spielt.

Da die Aufstellungen noch nicht veröffentlicht sind, fallen Prognosen noch schwer. Klar ist allerdings: Durch die in diesem Jahr eingeführte Möglichkeit, dass Spieler in zwei verschiedenen Vereinen in zwei verschiedenen Altersklassen spielen dürfen, dürfte die Liga auf jeden Fall noch stärker werden als beim Abstieg vor zwei Jahren. Viele Teams werden starke Akteure aus den Herren 30 oder Herren 40 mit Zweitspielrecht einsetzen, um an Schlagkraft zu gewinnen. Genauso wie der LTV 99 es auch macht.

Das Personalgerüst beim Stadtpark-Team ist festgezurrt. An der Spitze gemeldet wurden mit Rogier Wassen und Dino Jablonski zwei Dauerbrenner der vergangenen Jahrzehnte aus dem Herren-40-Bereich, die durch genau diese Neuregelung zurückgefunden haben an den Stadtpark. Vor allem Jablonski hat allerdings auch in Dortmund mit dem dortigen Herren 40-Team hohe Ziele, für die er samstags auf dem Platz stehen wird. Zwei Spiele sollen sowohl Wassen als auch Jablonski für den LTV 99 bestreiten – günstigstenfalls Schlüsselspiele im Kampf um den Ligaverbleib.

Dahinter ist das Südwestfalenliga-Aufstiegsteam um Ludger Fastabend, Lennart Fastabend, Moritz Pieper, Ben Pfeiffer, Gustav Meyer, Tim Schiepek, Sascha Schiepek und Florian Wallmeier noch einmal sinnvoll ergänzt worden: Vom TC Eichen kam Jimmy Reinsch zum LTV 99, vom TC Siegen Dennis André Dutiné. Die beiden Youngster aus dem Siegerland trainieren gemeinsam mit Moritz Pieper am WTV-Stützpunkt in Kamen – das Trio gehört im U16-Bereich zur westfälischen Spitze. Dutiné war 2019 sogar U14-Westfalenmeister, Reinsch schaffte es in der U16-Klasse auf Westfalenebene ins Halbfinale. Bei den südwestfälischen Bezirksmeisterschaften in der Halle gab Pieper zuletzt sowohl Reinsch als auch Dutiné das Nachsehen. Auf jeden Fall ist es ein Trio mit hohem Entwicklungspotenzial, das sich gegenseitig pushen und dem Team helfen soll.

So hat der LTV 99 für das neue Spieljahr einen breiten und hochinteressanten Kader und weiß nun auch, mit welchen Gegnern es dieser Kader zu tun bekommt. Sollte ein geregelter Spielbetrieb möglich sein, findet die Heimpremiere am 17. Mai gegen den TC 22 Rheine, als Meister der Münsterlandliga 2019 ebenfalls ein Aufsteiger, statt. Die Saison würde in diesem Fall am 28. Juni enden.

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