Juretzko hofft mit Germania Weingarten auf DM-Titel

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Adam Juretzko strebt mit Germania Weingarten den dritten Titelgewinn nach 2011 und 2012 an.

WERDOHL - In der Ringerszene gilt er als „Allstar“ und gehört trotz fortgeschrittenen Alters von 41 Jahren dank Trainingsfleiß und bewusster Lebensführung immer noch zu den besten Athleten Deutschlands: Adam Juretzko aus Werdohl steht mit dem SV Germania Weingarten im Finale der deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Ringen.

Am Samstagabend trifft Germania im Hinkampf auf den ASV Nendingen – ein baden-württembergisches Landesduell um die nationale Krone und mittendrin ein Sauerländer mit deutsch-polnischen Wurzeln.

Der mehrfache Deutsche Meister (2005, 2007, 2009), EM-Dritte und Veteranen-Weltmeister 2012 im Einzel strebt mit seiner Mannschaft den dritten Titelgewinn nach 2011 und 2012 an. Doch auch die Nendinger, in deren Reihen zahlreiche nationale Meister, Kontinentalmeister und sogar Olympiamedaillengewinner stehen, wollen nach der Finalniederlage im Vorjahr auf den deutschen Ringerthron.

Spannende Duelle in der Bundesliga-Vorrunde

In der Vorrunde der Bundesliga (Gruppe Süd) standen sich die beiden Mannschaften bereits zweimal gegenüber. Und dort trat das ein, was sich die Anhänger der Sportart auch für die beiden Finalkämpfe erhoffen: Die Ringer der Mannschaften zeigten spannende Auseinandersetzungen. Juretzko & Co. entschieden die Gesamtbilanz durch ein 18:14 in eigener Halle nach einem 18:21 in Nendingen denkbar knapp für sich und zogen bei Punktgleichheit aufgrund des gewonnenen direkten Vergleiches als Tabellenerster in die Playoff-Runde ein.

Der Werdohler Ringer kam in beiden Ligapartien gegen die Nendinger zum Einsatz, unterlag auswärts im griechisch-römischen Stil (74 kg) seinem Kontrahenten Eduard Kratz und bezwang auf heimischer Matte Frank Stäbler. Mit einem der beiden ASV-Athleten wird es für Juretzko am Samstag ein sportliches Wiedersehen geben. Beim Nendinger Halbfinalsieg über den noch amtierenden Deutschen Meister ASV Mainz 88 kam in beiden Kämpfen der junge Stäbler zum Einsatz. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass ASV-Trainer Volker Hirt taktiert und gegen den erfahrenen Juretzko seinen Routinier Kratz aufstellt.

Werdohler bislang mit makelloser Playoff-Bilanz

Bislang weist der Sauerländer in Diensten der Germania eine makellose Playoff-Bilanz vor, hat alle seine vier Kämpfe in den Vergleichen gegen die Athleten des KSV Köllerbach und der RWG Mömbris-Königshofen gewinnen können. Auf die gesamte Saison betrachtet verfügt Juretzko, der lediglich im Kampf gegen Burghausen nicht in der Startformation berücksichtigt wurde, über eine beeindruckende 15:2-Bilanz – nur allzu gerne würde er diese nach den bevorstehenden Finalkämpfen auf 17:2 hochschrauben und seinen Teil dazu beitragen, um mit der Mannschaft die dritte deutsche Meisterschaft binnen vier Saisons bejubeln zu können.

Da Ringen in Baden-Württemberg eine hohe Reputation genießt, werden in beiden Kämpfen zusammen gerechnet mindestens 5000 Zuschauer erwartet: Der ASV Nendingen richtet seine Kämpfe in der Helios-Arena aus, in der auch die Schwenninger Wild Wings ihre DEL-Spiele austragen. Für die Iserlohn Roosters war die Reise in den Schwarzwald ertragreich: Nach dem 4:0 zu Saisonbeginn nahmen die Iserlohner auch kurz vor Weihnachten bei der 3:4-Niederlage noch einen Punkt mit.

Nico Schwarze

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