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Mit 37 an der Vereinsspitze

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Von: Lars Schäfer

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Jan Schröder (links) hat vor knapp drei Wochen Peter Krummenerl an der Spitze der SpVgg Nachrodt abgelöst und will die gute Arbeit seines Vorgängers fortsetzen. © Schäfer, Lars

Erst Geschäftsführer, jetzt Vorsitzender: Jan Schröder löste Ende Oktober Peter Krummenerl an der Spitze der Sportvereinigung Nachrodt ab. Schröders Vorgänger hat bei den Grün-Schwarzen Großartiges geleistet in seiner 26-jährigen Amtszeit als Vorsitzender, mit lang anhaltendem Applaus hatten die Mitglieder der Sportvereinigung daher ihren „Präsidenten“ Peter Krummenerl im Rahmen der Jahreshauptversammlung würdig aus dem Amt verabschiedet. Am Holensiepen endete mit jener JHV eine erfolgreiche Ära.

Nachrodt - „Peter Krummenerl hat fantastische Arbeit geleistet und einen finanziell wie sportlich gesunden Verein übergeben“, sagt Jan Schröder. Der 37-Jährige und seine Mitstreiter – Sebastian Drabek (2. Vorsitzender), Tanja Hartwig (Geschäftsführerin), Kai Alexius (Kassierer), Viktor Kraus (Sportlicher Leiter), Tobias Scheiblich (Jugendleiter) und Sebastian Heiduk (Schriftführer) – haben ihre erste Vorstandssitzung längst hinter sich gebracht. „Es hat auch eine erste kleine Übergabe mit Peter Krummenerl gegeben“, sagt Schröder, der die Sportvereinigung mit seinem Vorstandsteam weiterhin in ruhigem Fahrwasser gleiten lassen möchte. „Wir sind sportlich sowohl im Seniorenbereich als auch im Nachwuchsbereich gut aufgestellt“, betont der neue Vorsitzende.

Die 1. Mannschaft kickt mit einer jungen Truppe in der Iserlohner Kreisliga A in der Spitzengruppe mit, die 2. Mannschaft ist Fünfter in der C-Liga und im Nachwuchsbereich sind die Nachrodter von den Minis bis zu den A-Junioren im Spielbetrieb vertreten. „Es läuft auch in der Jugend richtig gut. Und wir wollen im Nachwuchsbereich weiter am Ball bleiben“, verdeutlicht Schröder, der in diesem Zusammenhang das Team um Jugendleiter Tobias Scheiblich lobt.

Wie wichtig ein guter Unterbau sein kann, sehen die Grün-Schwarzen in dieser Saison in der 1. Mannschaft. Dort wurden mehrere Eigengewächse integriert, die bis dato eine starke Saison spielen an der Seite der erfahrenen Akteure. „In der nächsten Saison rücken 15 A-Jugendliche in den Seniorenbereich auf“, sagt Jan Schröder und hofft, dass möglichst vieler dieser Jungs in 1. und 2. Mannschaft weiter für die Sportvereinigung kicken werden. „Wir sind eingesamt auf einem guten Weg“, meint der 37-jährige Vorsitzende, der diesen Weg mit seiner Vorstandsmannschaft fortsetzen will. „Wir sind ein Team auf Augenhöhe“, verdeutlicht Jan Schröder, der von Alleingängen nichts hält.

Rein sportlich gesehen ist das Thema Bezirksliga-Aufstieg, den die Sportvereinigung in der Saison 18/19 als Vizemeister knapp verpasst hatte, nicht abgehakt und soll „mittel- bis langfristig“ angestrebt werden. Aber auf keinen Fall um jeden Preis. Schröder: „Wir wollen als Verein gesund bleiben und nicht auf Biegen und Brechen aufsteigen. Harakiri-Aktionen wird es bei uns jedenfalls nicht geben. Wenn es mit dem Aufstieg in den nächsten Jahren klappen sollte, dann wäre das natürlich schön. Wenn nicht, dann geht die Welt auch nicht unter.“

Zufrieden sind die Verantwortlichen am Holensiepen mit Cheftrainer Dennis Klöckner, der mit seinem jungen Team im Iserlohner Kreisoberhaus etwas überraschend Tabellenzweiter ist und offensichtlich gute Arbeit leistet am Holensiepen. Da verwundert es in keinster Weise, dass der Vorstand um Jan Schröder sehr gerne mit dem Übungsleiter aus Hagen verlängern möchte. „Wir wollen langfristig mit Dennis Klöckner arbeiten“, bringt es der Vorsitzende auf den Punkt. Weil sich Klöckner dem Vernehmen nach wohl fühlt bei den Grün-Schwarzen, könnte noch in diesem Jahr eine zentrale Weiche für die nächste Saison gestellt werden.

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